Erstellt am 04. Mai 2016, 03:14

von NÖN Redaktion

Robert Kugler bleibt Spitzengewerkschafter. Von 73 Delegierten aus ganz Österreich wurde Robert Kugler von der HTL Hollabrunn erneut in die Bundesvertretung gewählt.

Robert Kugler, Spitzengewerkschafter aus Hollabrunn. Foto: privat  |  NOEN, privat

Im Rahmen des 16. Ordentliches Bundestages der „Bundesvertretung 3 – Unterrichtsverwaltung“ in der GÖD wurden die personellen und inhaltlichen Weichen für die nächsten fünf Jahre gestellt.

Robert Kugler von der HTL Hollabrunn wurde von den 73 Delegierten aus ganz Österreich erneut in die Bundesvertretung gewählt. Er wird dort weiterhin das Referat für Medien und Homepage leiten sowie für die Jugend und Lehrlinge zuständig sein.

„Berufsgruppe wird zu Tode gespart“

Kugler erwartet fünf sehr intensiv und abwechslungsreiche Jahre. „Das konnte man schon an der Zahl der gestellten Anträge an die neue Bundesvertretung erkennen.“ Aus den Bundesländern seien 51 Anträge in den Bereichen Dienst- und Besoldungsrecht, Soziales und Personalangelegenheiten eingebracht wurden. Diese gelte es nun abzuhandeln, um den Wünschen und Begehren der Ländervertretungen zu entsprechen.

Die Stimmung sei jedenfalls sehr gut gewesen. Ehrengäste waren Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek, GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer, Sektionschefs, hochrangige Beamte des Ministeriums und GÖD-Funktionäre.

Zuletzt wies Kugler – auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fachausschusses Unterrichtsverwaltung in NÖ - entschieden darauf hin, dass es die Helfer im Hintergrund brauche, um das System Schule aufrecht zu erhalten. Doch die Schulverwaltung (Schulwarte, Reinigungspersonal, Schulsekretärinnen, Schulärzte, Schulpsychologen, Schulinspektoren, Juristen, Sachbearbeiter in der vorgesetzten Schulbehörde) würde oft zu wenig wahrgenommen, weil sie kein Bestandteil der Schulpartnerschaft ist.

„Dass diese Berufsgruppe immer im Hintergrund wirkt, arbeitet und zu Tode gespart wird, interessiert in der Öffentlichkeit eigentlich niemanden“, so Kugler zur „leidigen Diskussion“ über mehr Unterrichtszeiten und mehr Unterstützungspersonal.

Doch genau dieses Unterstützungspersonal wäre auch im Pflichtschulbereich notwendig, um die Pädagogen der Volksschulen, Hauptschulen oder Neuen Mittelschulen zu entlasten, betont Kugler. „Die Damen und Herren der Verwaltung einer Bundesschule arbeiten nicht nur in der Schule, sondern sind ein Teil dieser Schule. Sie sind so verwachsen mit ihr, dass die Identifizierung weit über das normale Maß hinausgeht.“

Den Pädagogen werde immer mehr bürokratische Tätigkeit aufgehalst, sodass der ursprüngliche Sinn der Lehrtätigkeit verloren gehe. „Leider ist die Politik nicht bereit, das gefordert Unterstützungspersonal bereitzustellen.“ In Niederösterreichs Bundesschulen werde die Symbiose zwischen Schulverwaltung, Pädagogik, Schülern und Eltern nicht zerredet, nicht politisiert, sondern gelebt.