Erstellt am 21. April 2016, 04:54

von Christoph Reiterer

Rotes Kreuz mit Lehrstunden im Laufmekka. Hollabrunner Sanis halfen zum dritten Mal dort, wo Athleten nach 42,195 Kilometern erschöpft die Linie überqueren.

Kein Marathon ohne die Sanis vom Roten Kreuz. Auch elf Damen und Herren der Hollabrunner Truppe waren dieses Jahr als Helfer vor Ort. Foto: RK  |  NOEN, RK Hollabrunn
Jedes Jahr bittet das Wiener Rote Kreuz umliegende Landesverbände um Unterstützung bei der Bewältigung der Aufgaben im Rahmen des Vienna City Marathons.

Über Kontakte nach Großweikersdorf war auch die Hilfe des Hollabrunner Roten Kreuzes wieder gefragt. Binnen weniger Minuten war das Aufgebot gestellt, wie Bezirksstellenkommandant Stefan Schedl erzählt.

Schon zum dritten Mal dabei gewesen

So machten sich sechs Kolleginnen und fünf Kollegen auf zu der Mega-Sportveranstaltung in der Bundeshauptstadt. Drei Zweiertrupps marschierten im Umfeld des Ziels mit Erste-Hilfe-Ausrüstung; zwei Dreiertrupps waren mit Trage unterwegs. „Bis 15 Uhr sind wir auf gut 100 Versorgungen gekommen“, so Schedl. Dabei handelte es sich um kleinere Wehwehchen, erschöpfte Athleten, offene Fersen oder Brustwarzen.

Bei akuteren Fällen wird der Betroffene ins Zeltlager gebracht, wo es eine ärztliche Begutachtung gibt. Für Schedl zählt bei diesem Einsatz nicht nur die Faszination des weltweit bekannten Events, sondern auch die wertvolle Erfahrung für die Ausbildung.

„Was wir in der Theorie für Großschadenereignisse üben, bauen die Wiener hier in der Praxis auf.“ Das zu sehen, sei das primäre Lernziel. Die Bevölkerung sei perfekt abgeschirmt, die Kooperation stehe an oberster Stelle.

Für das Hollabrunner Rote Kreuz war es übrigens bereits der dritte Einsatz im Rahmen des Wien-Marathons. Die erste Anfrage für 2017 hat es bereits gegeben.