Erstellt am 01. Oktober 2015, 05:37

von Günter Rapp und Christoph Reiterer

Schließung der Haltestelle fix: Frequenz zu gering. An Schließung der ÖBB-Haltestelle zwischen Gaindorf und Minichhofen dürfte trotz Grünen-Protest kein Weg mehr vorbeiführen.

Die ÖBB-Bahnhaltestelle Ravelsbach - zwischen Gaindorf und Minichhofen gelegen - ist nach Planungen der ÖBB in zwei Monaten nur mehr Geschichte. Dann hält hier kein Zug mehr. Foto: Rapp  |  NOEN, Günter Rapp

Wie die NÖN bereits berichtete (siehe Link auf Artikel unten), wird die ÖBB-Bahnhaltestelle Ravelsbach der Franz-Josefs-Bahn (FJB) – rund drei Kilometer von der namensgebenden Marktgemeinde entfernt – ab Dezember dieses Jahres für immer geschlossen. Fahrgastzählungen im Jahr 2014 zufolge steigen hier maximal zwei Fahrgäste pro Tag ein und maximal fünf aus.



Die geringe Nachfrage führe laut ÖBB zur Sperre, könne aber gut ersetzt werden. Die Buslinien führen meist direkt durch den Ortskern und seien deshalb eine adäquate Alternative im öffentlichen Verkehrsangebot. Auf taube Ohren stieß die Verkehrssprecherin der Grünen, NÖ-Abgeordnete Amrita Enzinger, mit einer Anfrage an VP-Verkehrslandesrat Karl Wilfing, wie das Land die Maßnahme kompensieren wolle, um die Zugpendler nicht zu verlieren.

Enzinger findet das fatal. Eine solche Schließung wirke sich negativ auf die betroffene Gemeinde aus, würde letztlich auch die Grundstückspreise drücken.

Am Bahnhof Ravelsbach sei eine Tagesfrequenz von 16 Personen gezählt worden, insgesamt seien es 97. Die Park & Ride-Anlage in Limberg müsse ausgebaut werden. Busse seien kein adäquater Ersatz zur Schiene. Enzingers Antrag zur Attraktivierung der FJB fand Zustimmung bei FPÖ und SPÖ.