Erstellt am 12. April 2017, 05:22

von Albert Wilder

Von Florida zum „Grabern-Wirt“. Alexander Kosteletzky will regionale Schmankerl und Amerikanisches anbieten.

Alexander „Lupo“ Kosteletzky (r.) ließ sich von NÖN-Mediaberater Albert Wilder zur baldigen Neueröffnung als „Grabern-Wirt“ gratulieren.  |  NOEN

„Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, dass eine rasche und gute Lösung gefunden werden konnte“, verkündete Graberns Bürgermeister Herbert Leeb bei der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass das Gasthaus Hofstetter bereits einen neuen Pächter gefunden hat. Alexander Kosteletzky heißt der neue Wirt in Schöngrabern, der am Donnerstag, dem 13. April, seine Pforten öffnen wird.

Um dem neuen Gastronomen, dessen Spitzname übrigens „Lupo“ ist, unter die Arme zu greifen, muss er für den April noch keine Miete an die Gemeinde bezahlen. „Danach steigt die Miete pro Monat je um 100 Euro an, bis der tatsächliche Pachtpreis erreicht ist“, erklärte Leeb im Gemeinderat. Aus seiner Sicht habe Kosteletzky „eine sehr gute Möglichkeit, sich zu etablieren“. Es liege aber auch an den Grabernern, das neue Gasthaus anzunehmen und zu besuchen.

Ein Souvenier aus vergangenen Zeiten

Kosteletzkys Spitzname ist ein „Souvenir“ aus vergangenen Zeiten, als er in der Bezirkshauptstadt als Gastronom tätig war: Vor etwa 15 Jahren war er Betreiber von „Lupos American Pub“ in einem Innenhof in der Hollabrunner Fußgängerzone. Als das Lokal nach eineinhalb Jahren schloss, zog es den Wirten in die Vereinigten Staaten, nach Florida, Fort Myers Beach.

„Ich habe dort meinen Traum verwirklicht“, erinnert sich Kosteletzky an die fünf Jahre zurück, in denen er ein Restaurant mit österreichisch-amerikanischer Küche betrieb.

Nun ist Lupo wieder zurück in Österreich, da seine Familie noch in Hollabrunn und Wien beheimatet ist.

„Grabern-Wirt“ kocht Schmankerl auf

„Ich habe die Ausschreibung gelesen, dass in Schöngrabern ein Wirt gesucht wird“, erzählt er im NÖN-Gespräch, wie er auf das Lokal aufmerksam wurde. Seine Vorgänger, Gerda und Hubert Hofstetter, kenne er schon länger. Dass er von der Gemeinde als Pächter ausgewählt wurde, motiviert Kosteletzky für seine zukünftige Aufgabe als „Grabern-Wirt“, wie das Lokal künftig heißen wird. „Auf den Namen bin ich rein zufällig im Gespräch mit meiner Schwester gekommen.“

Kellnerin und Köchin werden übernommen, ebenso wie das Konzept der Wirtshauskultur. „Ich werde überall im Einsatz sein“, lacht der Wirt. Derzeit ist Kosteletzky dabei, kleine Veränderungen im Inneren des Lokals vorzunehmen. „Ich möchte den Wirtshausstil mit neuem Konzept verwirklichen“, verrät er.

Kulinarisch will der „Grabern-Wirt“ auf Wirtshausküche und regionale Schmankerl setzen. Ob auch amerikanische Klassiker in der Speisekarte zu finden sein werden? „Ich muss mir erst überlegen, wie ich das einbinde. Vielleicht mithilfe der Wochenkarte …“