Erstellt am 10. November 2015, 05:02

von NÖN Redaktion

Schüler erkundeten die Stadt. Wer Ende Oktober mehrere Gruppen von Jugendlichen durch Hollabrunn streifen sah: Das waren Schüler der Privat-HTL für Lebensmitteltechnologie, die im Rahmen eines Aktionstages die Stadt ihrer Ausbildung erkundeten und ihre Geschichte beleuchteten.

Auf der hölzernen Reblaus am höchsten Punkt des Themenwegs: die Schülerinnen und Schüler der ersten Jahrgänge. Foto: HTLLT  |  NOEN, HTLLT
Denn Hollabrunn ist ja nicht nur Schulstadt, sondern auch historische Weinstadt. Da der von der Gemeinde initiierte Themenweg in der Sitzendorfer Kellergasse nur wenige Schritte hinter dem Schulgebäude beginnt, war dieses erste Ziel naheliegend.

Station rund um die Düfte des Weines

„Der didaktisch hervorragend angelegte Weg machte es uns leicht, die Schüler der ersten Jahrgänge zu begeistern“, berichtet Schulleiterin Gabriele Hager-Wiesböck.

Besonders stolz sei man natürlich auf die unter der Federführung der Lebensmittelschule mit Alt-Schulleiter Manfred Winkler errichtete Station rund um die Düfte des Weines, die man dort testen und erraten kann.

Die Lage der Hofmühle am anderen Ende der Stadt gab schon am Hinweg mehrere Gelegenheiten, Hollabrunn zu erkunden. Mit den Ausstellungen „Das Werden einer Stadt“ und „Wirtshäuser in alter Zeit“ hatten die Zweitklässler ihre Freude.

Treffen mit Zeitzeugin auf Russenfriedhof

„Flüchtlingslager Hollabrunn und Militärlager Suttenbrunn“ leitete zwar nicht zeitlich, aber thematisch zur dritten Gruppe über, die in Hollabrunn unterwegs war: Der dritte und vierte Jahrgang durchquerte die Stadt Richtung Kirchenwald, wo man auch 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs noch Reste russischer Schützengräben erkennen kann.

Beim Russenfriedhof trafen die Jugendlichen auf Zeitzeugin Helene Strobach, die vom Ankommen der russischen Soldaten und von der Zeit der sowjetischen Verwaltung erzählte.

So wurde der Tage bei schönem Herbstwetter seinem Zweck gerecht, wie die Schulleiterin berichtet: „Eine angenehme Unterbrechung des Schulalltags und die Erkenntnis, nicht nur in eine großartige Schule zu gehen, sondern dies auch in einer Stadt, deren historische Verankerung liebevoll gepflegt an vielen Orten an die Oberfläche dringt.“