Erstellt am 18. November 2015, 05:43

von Christoph Reiterer

Schulbeginn für 21 Teenager. Ab 30. November sollen die 21 Flüchtlingsburschen, die im Studentenheim untergebracht sind, in der HAK unterrichtet werden. Projektleiterin froh über guten Start.

Auch in Hollabrunn: das Umweltbildungsprojekt von Global 2000 und menschen.leben für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Foto: Global 2000, C. Liebentritt  |  NOEN, Christoph Liebentritt

Jene 21 Jugendlichen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak, die seit Kurzem im Studentenheim untergebracht sind, werden ab 30. November in einer Flüchtlingsklasse in Räumlichkeiten der HAK Hollabrunn unterrichtet.

Das bestätigt Projektkoordinatorin Lena Appel vom Verein menschen.leben, der für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig ist.

Sprache und politische Bildung als Hauptziel

Mitte November war ursprünglich für den Start der Flüchtlingsklasse anvisiert. Direktoren und Lehrer der Schulen tüftelten bereits am Stundenplan. Mangels finanzieller Bedeckung fehlte jedoch das offizielle Okay, es musste zugewartet werden.

Mit 30. November soll es nun aber losgehen, auch wenn es für HAK-Direktorin Andrea Filz am Montag immer noch ein „ungelegtes Ei“ war, weil sie noch kein grünes Licht vom Landesschulrat hatte.

Hauptziel sei es, die Flüchtlinge die deutsche Sprache zu lehren, ihnen politische Bildung zu vermitteln und sie entsprechend auf ein Leben in der westlichen Gesellschaft vorzubereiten, sagt HLW-Direktor Leopold Mayer.

Auch Umweltbildungsprojekt wird fortgesetzt

Die bisherige Arbeit mit den 15- bis 17-jährigen Jugendlichen sei jedenfalls reibungslos verlaufen, berichtet Lena Appel. Die Burschen seien bereits in diversen Hollabrunner Sportvereinen aktiv, spielen Volleyball, kicken und üben sich im Kickboxen.

Am Sonntag (22.11.) gibt es einen gemeinsamen Workshop mit den Flüchtlingsmädchen aus der WoGe 18 und den Pfadfindern zum Thema Ernährung und Landwirtschaft.

Hintergrund dazu: Die Umweltschutzorganisation Global 2000 und der gemeinnützige Verein menschen.leben setzen ihr gemeinsames Umweltbildungsprojekt „UmwInt“ für Migranten und Schutzsuchende fort.

Durch derartige Aktionen, auch gemeinsam mit der ansässigen Bevölkerung, werde der interkulturelle Dialog gefördert und die Akzeptanz für die Aufnahme von Schutzsuchenden erhöht.

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