Erstellt am 04. Mai 2016, 10:58

von Karin Widhalm

Raika schon wieder überfallen!. Das Fahndungsfoto vom Überfall am 16. Februar kursierte erst in vielen Medien: Der Ermittler suchten nach dem unmaskierten Räuber, der Geld aus der Raika-Filiale in Seefeld-Kadolz erbeutete.

 |  NOEN, zvg
Der unbekannte Mann hatte die anwesende Mitarbeiterin mit einer Faustfeuerwaffe und Pfefferspray bedroht. Der Schock saß bei der jungen Bankangestellten tief.

Bürgermeister Georg Jungmayer bestätigt, dass dieselbe Zweigstelle am Dienstag, dem 3. Mai, nun erneut überfallen wurde. „Vermutlich vom selben Räuber“, lautete eine erste, vorsichtige Information. „Er ist wieder davongekommen“, ärgert er sich. „Das ist eine bodenlose Frechheit.“

Die Mitarbeiterin, die sich erst erholt hatte, musste wieder einen Überfall miterleben. Diesmal sei eine Kundin in der Filiale gewesen, die laut Jungmayer mit einer Waffe bedroht wurde. Der Bürgermeister hofft stark, dass für den Dieb „irgendwann die Falle zuschnappt“.

Update: Ermittlungen in Tschechien, 4.000 Euro für Hinweise

Polizeiliche Ermittlungen laufen nun auch in Tschechien. Für Hinweise, die zur Ausforschung des mutmaßlich für beide Coups verantwortlichen Täters führen, sind inzwischen 4.000 Euro ausgelobt, sagte Josef Deutsch vom Landeskriminalamt NÖ am Mittwoch.

Man könne davon ausgehen, dass der Räuber aus Tschechien stammt, so der Ermittler zur APA. Fahndungsfotos seien auch an Polizeidienststellen im Nachbarland gegangen. Nach dem jüngsten Überfall "einen Steinwurf von der Grenze weg" war der Räuber jedenfalls nach Tschechien geflüchtet. Ein Ehepaar nahm die Verfolgung auf, verlor das Fluchtauto jedoch in Jaroslavice aus den Augen.

Bei beiden Coups hatte der Täter eine Faustfeuerwaffe und Pfefferspray bei sich. Letzteren setzte der Mann auch jeweils ein, ehe er mit seiner Beute das Weite suchte.
 

Personsbeschreibung des Täters:
Mann, ca. 30–40 Jahre, ca. 180 cm groß, schlank, sportliche Statur, sprach Deutsch mit erkennbarem Akzent, bekleidet mit grauem Jogginganzug der Marke „Puma"

Sachdienliche Hinweise werden an das Landeskriminalamt Niederösterreich, Telefonnummer 059133-30-3333 erbeten. Für Hinweise, die zur Ausforschung bzw. Festnahme des Täters führen, wird seitens des geschädigten Geldinstitutes ein namhafter Geldbetrag ausgelobt.

x  |  NOEN, LPD NÖ