Erstellt am 12. Februar 2016, 15:14

von Christoph Reiterer

„Sharia Police“-Wagen: Betroffene einvernommen. Nach der Empörung über einen Faschingswagen mit dem Kennzeichen „Asyl 88“ und diversen Parolen ermittelt nun, wie berichtet, das Landesamt für Verfassungsschutz (LV) NÖ.

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Die Einvernahmen können noch diese Woche, eventuell sogar noch heute, Freitag, abgeschlossen, bestätigte LV-Leiter Roland Scherscher am frühen Freitagnachmittag im NÖN-Gespräch. Kommende Woche wird an die Staatsanwaltschaft Korneuburg berichtet. Die „sechs bis sieben“ Befragten hätten sich in erster Linie damit verantwortet, dass der Fasching eine „Zeit der Provokation“ sei. „Wir ergründen die Motivlage. Die rechtliche Beurteilung obliegt der Justiz“, so Scherscher.

Die Stadtgemeinde Maissau hat sich indes bereits am Dienstag auf ihrer Website gemeinsam mit der Faschingsgilde Maissau „ausdrücklich von jedem fremdenfeindlichen sowie von überholtem Gedankengut“ distanziert. Eine inhaltliche Abnahme der Festwagen sei seit Bestehen des Faschingsumzuges seit 1962 nicht üblich gewesen.

Diese Vorgangsweise müsse nun überdacht werden. Das LV werde tatkräftig unterstützt. Gleichzeitig wird immer noch Kritik an den Stadtvätern geübt, nach Aufkommen der Bilder des „Islam-Wagens“ nur verhalten Abstand genommen zu haben.

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