Erstellt am 25. Mai 2016, 05:04

von Karin Widhalm

Spange vor Finale. Die Spange entlastet drei Ortschaften, verlagert den Lkw-Verkehr auf eine alte Straße - diese soll 2017 ausgebaut werden.

Die schmale L 1027 weist Schäden auf, nach der Fertigstellung der Spange Retzer Land soll sie nahtlos verbreitet werden - solange alle Grundeigentümer zustimmen.  |  NOEN, Karin Widhalm

Die Landesstraße 1027 vom Ortsanfang bis zum Kreisverkehr der B 303 leidet unter den zunehmenden Lkw-Verkehr, der mithilfe der Spange Retzer Land aus Ragelsdorf, Kleinriedenthal und Kleinhöflein die alte Fahrbahn umgeleitet wurde. Die Straßenmeisterei Retz hat den Belag mittlerweile ausgebessert, aber das ist eine kurzfristige Lösung.

Ursprünglich wollte man die L 1027 noch vor der Spange ausbauen, erklärt Wolfgang Dafert, Leiter der Straßenbauabteilung in Hollabrunn. Aber: Eine „erkleckliche Anzahl“ der Grundeigentümer habe gemeint, „baut’s zuerst die andere Seite.“ Nämlich die Spange auf Höfleiner Gebiet, dann würden die Grundbesitzer auf der Retzbacher Seite zustimmen. „Das hoffen wir zumindest“, so Dafert.

Alle Eigentümer noch einmal kontaktieren

Die Straßenbauabteilung will nun alle Eigentümer, die entlang der L 1027 Gründe besitzen, noch einmal kontaktieren – in der Hoffnung auf Zustimmung. Einige Hardliner wehrten sich von Anfang an, um eine Zunahme des Lkw-Verkehrs auf der L 1027 zu verhindern.Sie sollen Flächen für eine Verbreitung der veralteten Straße zur Verfügung stellen. Was passiert, wenn nicht alle Besitzer zustimmen? „Dann müssen wir prüfen, ob wir zum Beispiel Graben verrohren können“, erklärt Dafert. „Wir wissen momentan nicht, wie viel Gründe wir bekommen werden.“ Die Straße soll 2017 ausgebaut werden..

70.000 Euro kostet die Grundablöse den Gemeinden: 45.500 für Retz, jeweils 12.300 für Retzbach und Pernersdorf. „Das ist zu 80 Prozent 2017 fällig“, berichtet Bürgermeister Manfred Nigl dem Gemeinderat. 250.000 Euro waren für den Ausbau der Güterwege vorgesehen. „Das wurde gesagt, aber ich kann mich derzeit nicht binden“, wartet Dafert noch die Zusagen der Grundeigentümer ab.