Erstellt am 06. April 2016, 05:24

von Sandra Frank und Christoph Reiterer

Spielplatz wird kleiner: Kein Platz für Kids?. Dass der Magersdorfer Spielplatz „beschnitten“ wird, ist ein Kompromiss, den Lichtenecker nicht hinnehmen will.

Gemeinderätin Daniela Lichtenecker mit ihrem Sohn Emilian und Töchterchen Sienna auf dem Magersdorfer Spielplatz. Foto: privat  |  NOEN, privat

Das schöne Wetter treibt die Menschen nach draußen, vor allem auch jene mit Kindern. Gemeinderätin Daniela Lichtenecker (Liste Scharinger) ist mit ihren Kids ebenfalls draußen unterwegs, gerne auch am Magersdorfer Spielplatz. „Fast die Hälfte des Platzes muss dem Projekt der neuen Rotkreuz-Bezirksstelle weichen“, ärgert sich die dreifache Mutter.

„Wir tun wirklich, was wir können“

Dass dieses Projekt ein wichtiges ist, ist ihr bewusst, aber: „Wie viel, oder besser gesagt, wie wenig, sind der Stadt Hollabrunn die Kinder wert?“ Der Magersdorfer Spielplatz sei in der Gegend der einzige, der gut mit Spielgeräten bestückt sei.

„Ich bin auch nicht glücklich darüber, dass der Spielplatz kleiner werden wird“, sagt VP-Stadtrat Karl Riepl, der für das Ressort Spielplätze zuständig ist. Er stellt auch infrage, ob ein Betrieb des Spielplatzes während der Bauzeit möglich sein wird. „Wir tun wirklich, was wir können, um den Kindern genügend Raum zu geben.“

Aber auch er weiß, dass gerade der Freiraum rund um den Magersdorfer Spielplatz begrenzt ist. Daher ist es schwierig, in der Nähe Ersatz zu finden. „Ich habe die Pläne auch gesehen. Wie das im Endeffekt wirkt, muss man sich dann vor Ort anschauen und entscheiden, wie es weitergeht.“

„Mit Bauchweh Kompromiss gefunden“

„Meiner Meinung nach sollte es eine Stadt nicht notwendig haben, das Gut unserer Jüngsten dermaßen zu kürzen“, ist Lichtenecker sauer. Auch sie kennt die Pläne. „Der Spielplatz ist dann an zwei Seiten mit hohen Mauern umringt und liegt dadurch ständig im Schatten.“

Das wiederum bedeute dauerhafte Feuchtigkeit. „Ich bitte den Bürgermeister, diese Sache noch einmal zu überdenken, im Sinne unserer Kinder. Und zwar bevor die Bagger auffahren“, appelliert Lichtenecker.

Stadtchef Erwin Bernreiter kennt die Problematik: „Das Rotkreuz-Projekt ist auch eine wichtige Sache und wir haben damals – auch mit Bauchweh – einen Kompromiss gefunden.“ Es sei keine einfache Entscheidung gewesen, aber es sei zu einem einstimmigen Beschluss gekommen. „Ich habe meine Unterstützung zugesagt, diesen Verlust beim Projekt am Eislaufplatz zu kompensieren.“