Göllersdorf

Erstellt am 18. Oktober 2016, 10:43

von Sandra Frank

„Wird sicher kein Prunk- und Protzbau“. Der Sportverein Göllersdorf bekommt neue Sportkabinen. Ende März 2017 soll wieder gespielt werden.

Christian Schwankhardt, Obmann des SV Göllersdorf, zeigt den Baufortschritt auf dem Sportplatz: Die Bodenplatte ist betoniert, die Mauern werden gerade hochgezogen. Ende März 2017 sollen die neuen Kabinen benützbar sein.  |  Sandra Frank

Probleme im Konzept gab es nicht nur bei den Buswartehäuschen (die NÖN berichtete), sondern auch beim Kabinen-Neubau des Göllersdorfer Sportvereins (SV).
Die Mandatare mussten einen Grundsatzbeschluss vom Dezember aufheben. Dieser sagte dem SV eine finanzielle Unterstützung von maximal 100.000 Euro zu. Damit der Sportverein Förderungen lukrieren kann, muss aber die Gemeinde als Bauherr auftreten, und nicht der Verein selbst. Daher wird’s für die Gemeinde vorerst teurer.

412.000 Euro sind es, die der Neubau der Kabinen kostet. „Der Sportverein muss seine Eigenmittel nach oben schrauben. Wie das geht, ist noch nicht klar“, sagte Bürgermeister Josef Reinwein bei der jüngsten Sitzung. Im schlimmsten Fall müsse die Gemeinde um die 20.000 Euro mehr zuschießen als geplant.

„Da geht’s um die Differenz des ursprünglichen Finanzierungsplans“, weiß SV-Obmann Christian Schwankhardt. Dass sein Verein noch nicht weiß, wie er vermehrt Eigenmittel einbringen kann, stimme nicht. „Wir haben schon einiges gefunden“, setzte sich der Sportverein mit den ausführenden Firmen zusammen, um zu besprechen, welche Arbeiten die Vereinsmitglieder selbst in Angriff nehmen können. Um die 15.000 Euro sind es bisher, die der Verein so zusätzlich an Ausgaben sparen kann.

Nachhaltiger Neubau für den Fußballnachwuchs

Die entsprechenden Gewerke wurden bei der Gemeinderatssitzung einstimmig vergeben. „Das Positive ist, dass lauter Firmen aus der Region den Zuschlag bekommen haben“, merkte Michael Deninger (Die Grünen) an.

Das Pfingstturnier war das letzte, das auf dem Göllersdorfer Sportplatz ausgetragen wurde, danach wurden die alten Kabinen, die über 50 Jahre alt waren, abgerissen. „Wir wollen nachhaltig bauen, wir haben etwa 80 Kinder in den Nachwuchsmannschaften“, plant Schwankhardt für die Zukunft. Ende März 2017 findet das erste Saisonspiel der Kampfmannschaft auf heimischem Rasen statt, bis dahin sollen die vier neuen Umkleidekabinen fertiggestellt sein.

„Es wird sicher kein Prunk- und Protzbau, sondern ein Zweckbau“, betont der Obmann, dass genau kalkuliert wurde. Wie die neuen Kabinen aussehen sollen, das durften auch die Spieler mitbestimmen. „Darauf hab’ ich Wert gelegt“, wollte Schwankhardt die Sportler nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Derzeit werden die Mauern aufgestellt, Mitte November soll das Dach folgen, damit im Winter innen gearbeitet werden kann.

Seit Pfingsten ist jeden Freitag und Samstag Betrieb auf der Baustelle. „Jeder macht etwas“, freut sich der Obmann über den Einsatz der Mitglieder. Und derer gibt es viele – nämlich über 200. Auch beim Nachwuchs schaut es gut aus: „Wir haben den Luxus, dass wir viele Kinder bei uns haben.“ So gibt es zum Beispiel die Kindergartengruppe, bei der Kinder ab vier Jahren zwanglos mitspielen können. „Angefangen haben wir mit etwa acht Kindern. Jetzt sind es 20 bis 25.“ Kinder gibt’s also genug, aber „schön langsam gehen uns die Betreuer aus“, hofft Schwankhardt auch hier bald auf Zuwachs.