Hollabrunn

Erstellt am 19. Oktober 2016, 05:49

von Christoph Reiterer

Aufs Einkaufszentrums-Projekt „vergessen“. Das innerstädtische Einkaufszentrum ist nicht gestorben, sagt Stadtmanagerin Julia Katschnig nach einem Besuch beim Investor. Anker-Filiale schließt Ende November.

NÖN

Reger Andrang herrschte beim Info-Frühstück, zu dem Hollabrunns Stadtmanagerin Julia Katschnig vergangene Woche geladen hatte. „Das beflügelt“, meinte die Geschäftsführerin der Marketing GmbH (HoMaG), die die künftigen Vorhaben präsentierte und mit Begründung überraschte, warum das innerstädtische Einkaufszentrum von Investor Reinhold Frasl nicht gestorben sei. In dessen Team sei schlicht darauf vergessen worden.

„Projekt ist nicht gestorben und es gibt Interessenten“

Will „lästig“ sein: Julia Katschnig.  |  NOEN, NÖN

„Ich bin überzeugt, dass wir die richtigen Antworten finden“, meinte Katschnig in Hinblick auf die Herausforderungen, die vor allem in der Belebung der Innenstadt stecken.

Vor zwei Wochen habe sie in Wien im Unternehmen von EKZ-Investor Frasl vorgesprochen. „Das Projekt ist nicht gestorben und es gibt Interessenten“, so Katschnig, die jetzt lästig sein und das Projekt aus dem Dornröschenschlaf holen will.

Das Team hinter Reinhold Frasl sei noch nie in Hollabrunn gewesen. Das soll sich ändern. Ein großes Anliegen sei in diesem Zusammenhang auch, eine Zwischennutzung für das nun leer stehende Haus zu finden, in dem zuletzt Elektrohändler Mörth eingemietet war.

Anker-Filiale wird Ende November schließen

Was die Mietkosten in der Fußgängerzone betrifft, wies Katschnig darauf hin, dass die Sparkassegasse keine „1a-Lage“ mehr für sich beanspruchen könne. Dafür, die 230 Meter lange Fuzo wieder für den Verkehr zu öffnen, gebe es keine Pläne. Diese solle aber umgestaltet, mit Kugelkirschbäumen gepflanzt werden.

Spielgeräte für Kinder, aufgepeppte Sitzmöbel und eine klare Trennung von Parkplatz und Hauptplatz sollen die „Flaniermeile“ attraktiver machen.

Eine schlechte Nachricht bleibt nicht erspart: Im Zuge der Bauarbeiten beim Urban-Projekt wird die Anker-Filiale Ende November schließen. Diese sei nicht rentabel gewesen, bestätigt Ankerbrot-Marketingleiter Gerd Trimmal auf NÖN-Anfrage. Eine der drei Mitarbeiterinnen nimmt das Angebot an, in eine Filiale nach Wien auszuweichen. „Wir halten die Augen offen, ob wir in Hollabrunn einen besseren Standort an Land ziehen können“, so Timmal.