Erstellt am 27. Januar 2016, 03:13

von Franz Enzmann

Standortfrage wird zur Landessache. Die Gemeinderäte geben bis zur Abklärung der Standortwahl für das neue FF-Gebäude keine Auskünfte.

Im „Alten Milchhaus“ sind derzeit die Jugend und die Jagdgesellschaft untergebracht. Foto: Enzmann  |  NOEN, EnzmannEnzmann

Die Teilnehmer der Sitzung des Bauausschusses konnten sich am vergangenen Donnerstag auf keinen Standort für das neue Feuerwehrhaus einigen. In einer Frage herrscht bei den Volksvertretern allerdings Einigkeit: Es sollen keine Sitzungsdetails nach außen dringen.

Standort hochwassergefährdet?

Wie jedoch aus gut informierten Kreisen zu erfahren war, wird die Gemeinde das Land Niederösterreich um rechtliche Abklärung bei einer Frage ersuchen: Ist der Standort „Altes Milchhaus“ in der Kellergasse tatsächlich hochwassergefährdet?

Weiters wurde vereinbart, dass eine Kostenerhebung bei für die beiden Standorte –das Milchhaus und das Grundstück an der Bundesstraße bei der Bahnübersetzung – durchgeführt wird. Diese Berechnung dient ebenfalls der Entscheidungsfindung.

Die kontroverse Diskussion über eine neue Unterkunft für die Feuerwehrmitglieder zieht sich bereits über ein Jahrzehnt dahin.

Ortschef ist zuversichtlich

Bürgermeister Christian Hartmann (ÖVP) ist dennoch zuversichtlich, dass eine Lösung naht: „Die Voraussetzungen für dieses Bauvorhaben haben sich verändert. Es gibt eine positive Gesprächskultur auf sachlicher Ebene.“ Der Ortschef strebt einen Baubeginn des nunmehrigen Geheimprojektes für das Jahr 2017 an.

„Ich ersuche um Verständnis, dass wir bis zur Klärung der rechtlichen Situation rund um die Standortfrage keine öffentlichen Erklärungen abgeben“, erklärte ein hochrangiger Gemeindemandatar die Geheimhaltungspolitik in der kleinen Europagemeinde. „Medienberichte könnten die Entscheidungsfindung der Silberhelme beeinflussen und sind somit nicht dienlich“, sagte ein Feuerwehrmann, der ebenfalls nicht namentlich genannt werden möchte.