Erstellt am 20. November 2015, 05:58

von Christoph Reiterer

Strafe für Farbattacke. 47-Jähriger ließ sich von privatem Frust zu Kurzschlusshandlung hinreißen. Vizebürgermeister ist versöhnlich.

Die verunstaltete Tür. Nun muss man schon genau hinsehen, um noch Reste der Farbattacke zu erkennen. Fotos: privat, NÖN  |  NOEN, privat, NÖN

Braune Farbe klebte am 6. September auf der Fassade jenes Gemeindehauses in Ziersdorf, in dem das Parteilokal der ÖVP, ein Zahnarzt und ein Friseur untergebracht sind. Ein 47-Jähriger musste sich nun wegen Sachbeschädigung am Bezirksgericht Hollabrunn verantworten.

Angeklagter zeigte sich reumütig

Vizebürgermeister Hermann Fischer war der Erste, der den Schaden bemerkte. Mit seiner Frau habe er gleich begonnen zu retten, was noch zu retten war. „Flecken sieht man noch“, schilderte Fischer im Zeugenstand.

Der Angeklagte, der vor der Polizei zunächst alles bestritten hatte, gab sich nun geständig und reumütig. Bei seiner Falschaussage sei er betrunken gewesen. Die Farbattacke sei durch private Probleme ausgelöst worden. „Ich war so zornig.“

Der Mann, mit einer Vorstrafe belastet, wurde zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten verurteilt. Der Vizebürgermeister zeigte sich großzügig. Den Stundensatz für die Reinigungsarbeiten bezifferte er mit lediglich 15 Euro, den Gesamtschaden mit 300 Euro. Dieser Betrag könne, so Fischer, auch mit Tätigkeiten für die Gemeinde abgearbeitet werden.