Erstellt am 26. April 2016, 11:04

von NÖN Redaktion

Tierische Kameraden: Endlich sind sie da!. Geckos und Wasserschildkröten zogen in die Volksschule ein – und sind schon jetzt die Lieblinge der Drittklässler.

 |  NOEN, Megazoo, VS Retz

Der Österreichische Verband für Vivaristik und Ökologie (ÖVVÖ) und Megazoo Österreich haben ein einzigartiges Schulprojekt realisiert. Zwei Klassen der Volksschule erhielten ein Terrarium und ein Aquaterrarium.

Die Begeisterung unter den Schülern und Lehrern war groß, als drei Leopardengeckos und sechs Wasserschildkröten in zwei Klassen ihr neues Zuhause gefunden haben.

Freude über die neuen Aufgaben ist groß

Das Projekt startete im Dezember und soll über zwei Schuljahre laufen. In regelmäßigen Abständen fanden Treffen mit den Betreuern statt: Kinder und Lehrpersonen erfuhren mehr über die Tiere, ihre Haltung und die dazu notwendigen Vorbereitungen.

Die Schüler haben unter fachlicher Anleitung die Terrarien aufgebaut. Der Boden wurde zum Beispiel mit Kies oder großen Schottersteinen ausgelegt. Die Mutter eines Schulkindes fertigte Versteckmöglichkeiten und Inseln aus Ton an.

Die Freude über die neuen Aufgaben ist groß: Die Schüler versorgen begeistert die Tiere und erledigen die notwendigen Pflegearbeiten. Die Landwirtschaftliche Fachschule in Hollabrunn wird in den Ferien die Tiere betreuen. Notizen, Beobachtungen und die Gewichtszunahme werden sorgfältig dokumentiert. Dafür bleiben sie gerne länger in der Schule.

Die Kinder werden außerdem bei der gefährdeten Wasserschildkrötenart (Chelodina reimanni) in ein Arterhaltungsprojekt eingebunden: Ziel ist die Wiederansiedlung der jetzigen Jungtiere in ihrer Heimat Papua Neuguinea (Indonesien).

„Das Projekt ist eine einmalige Sache, bei der die Kinder den sorgfältigen Umgang mit Tieren und ein verantwortungsbewusstes Handeln erfahren und erleben dürfen“, ist Klassenlehrerin Renate Straka (3a) überzeugt.

Das Verständnis für die Umwelt und die vielfältigen Lebensformen wird so nähergebracht. „Ganz nebenbei ergaben sich mathematische, chemische und physikalische Aufgaben, die es zu lösen galt und noch zu lösen geben wird“, ergänzt ihre Kollegin Barbara Mandlburger (3b).