Erstellt am 13. Oktober 2015, 06:27

von NÖN Redaktion

Top-Modell für Integration am Arbeitsmarkt. „Wir haben das richtige Angebot zum passenden Zeitpunkt“, sagt Peter Reiss-Eichinger, Leiter des Sozialen Unternehmens „Landschaftspflege“ in Sitzendorf. Mit dem „Stufenmodell der Integration“ werden langzeitarbeitslose, benachteiligte Personen nicht nur näher zum Arbeitsmarkt gebracht, sondern es wird auch deren persönliche Entwicklung gefördert.

Orts- und Landschaftspflege  |  NOEN, flickr.com
Mit dem „Stufenmodell der Integration“ werden langzeitarbeitslose, benachteiligte Personen nicht nur näher zum Arbeitsmarkt gebracht, sondern es wird auch deren persönliche Entwicklung gefördert. Schritt für Schritt werden hier Menschen, die den Anschluss an den Arbeitsmarkt suchen, im Rahmen des Stufenmodells wieder an das Erwerbsleben herangeführt.

Die „Stufe“ reichen dabei vom Clearing (Info- und Abklärungsphase) und stundenweiser Beschäftigung über Arbeitstraining und befristete Dienstverhältnisse bis hin zu Nachbetreuung und Outplacement sowie zu Übergangsarbeitsplätzen. „Durch dieses Modell haben wir die Zeit, mögliche Vermittlungshindernisse aus dem Weg zu räumen, um die Personen wieder fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen“, erklärt Reiss-Eichinger.

Besonders junge Menschen, die noch nie im Berufsleben gestanden sind, profitieren vom Angebot Sozialer Unternehmen. „Sie lernen einfache soziale Prozesse, die für den Arbeitsmarkt notwendig sind. Zum Beispiel: Wie verhalte ich mich richtig im Betrieb?“, sagt der Landschaftspflege-Leiter.

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Aktuell werden laufend 50 Personen betreut. Die am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen werden in Orts- und Landschaftspflege oder bei Forstarbeiten eingesetzt. In den betriebseigenen Werkstätten werden Dekor- und Geschenkartikel aus Glas, Holz und anderen Materialien hergestellt sowie Garten- und Ökoartikel produziert – etwa Insektenhotels, Hochbeete oder Anzündholz.

Landschaftspflege Schmidatal gehört zum nöb, dem Niederösterreichischen Dachverband für Bildung, Beratung und Beschäftigung, der ein niederösterreichweites Netzwerk von arbeitsmarktpolitischen gemeinnützigen Organisationen darstellt. Im Vorjahr haben die Mitgliedseinrichtungen über 5.700 Langzeiterwerbslose unterstützt. Derzeit hat der nöb 39 Mitgliedseinrichtungen, davon 27 im Bereich Beschäftigung, je sechs im Bereich Beratung und im Bereich Bildung und Qualifizierung. Sie alle werden vom AMS NÖ, dem Sozialministerium-Service (SMS) und dem Land NÖ gefördert.