Erstellt am 26. Januar 2016, 11:22

von Christoph Reiterer

Trittbrettfahrer-Warnung: Fake-Meldung sorgte für Verwirrung. Eine Falschmeldung über eine vermeintliche kriminelle Bande, die zunächst über den Instant-Messaging-Dienst WhatsApp verbreitet und danach tausendfach geteilt wurde, hat am Mittwoch reichlich Verwirrung im ganzen Bundesland gestiftet.

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Vor allem auch in zahlreichen Feuerwehren, denn die waren unmittelbar betroffen. In der Fake-Nachricht hieß es nämlich, dass sich Unbekannte als Feuerwehrleute ausgeben würden, um Rauchmelder in privaten Haushalten zu prüfen.

Als im Hollabrunner Bezirksfeuerwehrkommando bereits heftig zurückgerudert wurde, wurden anderswo noch Warnungen ausgeschickt, diesen Leuten nicht zu trauen.

Schließlich hielt das Landesfeuerwehrkommando Rücksprache mit der Landespolizeidirektion und stellte klar: Die Bande gibt es nicht. Es habe keine einzige derartige Anzeige in ganz Niederösterreich gegeben.

Die Reaktionen im sozialen Netzwerk waren aber selbst danach noch gespalten. User schrieben, dass ihnen sogar von der Polizei die Richtigkeit der Meldung bestätigt worden war oder dass im Heimatort tatsächlich Geld für fehlende Rauchmelder verlangt worden sei.

„Dieses Beispiel führt vor Augen, welche Kreise eine unreflektiert übernommene Meldung aus den sozialen Netzwerken ziehen kann“, heißt es auf noe122.at (Facebook). Oder, wie ein anderer User meint: So werde der eine oder andere sensibilisiert, nicht zu leichtgläubig zu sein und besser aufzupassen.
 

Trittbrettfahrer-Warnung: Feuerwehr Hollabrunn beruhigt

Die Freiwillige Feuerwehr Hollabrunn stellte am Mittwoch Meldungen über angebliche Trittbrettfahrer klar. Bei Unsicherheiten stehe man aber jederzeit zur Verfügung.

Es habe Anrufe von besorgten Bürgern gegeben, die aufgrund von unbestätigten Meldungen über falsche Kontrolleure verunsichert waren.

Demnach hätten angebliche Florianis geprüft, ob Rauchmelder installiert oder vorhandene Feuerlöscher überprüft sind; die FF Hollabrunn stellte am Mittwochvormittag klar, dass diese Überprüfungen nicht von der Feuerwehr durchgeführt werden.

Denn: Eine Feuerlöscherkontrolle würde nur der Rauchfangkehrer im Zuge einer feuerpolizeilichen Beschau oder das Bauamt durchführen. Bei Unsicherheit stehe die örtliche Feuerwehr für Informationen aber auf jeden Fall zur Verfügung.

Florianis im Einsatz: Wagen in die Höhe katapultiert

Im Einsatz war die Stadtfeuerwehr am Mittwochvormittag allerdings auch: In der Znaimerstraße stieg ein Pkw-Lenker mit seinem Fahrzeug gegen ein parkendes Auto.

Sein Wagen wurde in die Höhe katapultiert und kam vor einem Einfamilienhaus auf dem Gehsteig am Dach liegend zum Stillstand.

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Die Einsatzkräfte der FF Hollabrunn stellten den Pkw wieder auf die Räder und transportierten ihn mit dem Wechselladefahrzeug ab. Ausgelaufene Betriebsmittel wurden aufgefangen und entsorgt.

Der Lenker hatte sich selbst befreit und wurde vom Roten Kreuz ins Klinikum Hollabrunn gebracht.

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