Erstellt am 09. Juni 2015, 08:23

von Karin Widhalm

Pfarrhof wird Pension. Die Caritas arbeitet gerade daran, am Bauernhof einen Tourismusbetrieb mit Arbeitsplätzen für ihre Klienten aufzubauen.

Der Eingang führt in ein Haus, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Das Stift Göttweig hatte hier seine Probstei. Die Caritas ist seit den 1980er-Jahren ansässig. Foto: Widhalm  |  NOEN, Karin Widhalm
Ein „Riesending“ ist für Alfred Strohschneider das jüngste Bauprojekt am Caritas-Bauernhof, der Zuhause und Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung ist. Der Tagesstättenleiter erklärt, was da alles dranhängt, wenn der Westflügel des Dreikanthofes in eine Frühstückspension verwandelt wird. Der Pfarrhof war früher dort.

Klienten sollen mithilfe ihrer Betreuer in diesem barrierefreien Tourismusbetrieb einen Arbeitsplatz haben. Zehn Betten in fünf Doppelzimmern plus Aufenthaltsraum sind im Obergeschoss geplant, dazu soll es einen Seminar- und Frühstücksraum im gewölbten Erdgeschoss geben. Ideenreichtum ist für die 360 Quadratmeter gefragt.

Studenten packten zudem ordentlich mit an

Die Caritas hat deshalb Architektur-Studenten hinzugezogen. Eine ihrer Ideen hat sich bis zum Schluss gehalten: Im Obergeschoss wird zusätzliche Fläche geschaffen, indem die 4,4 Meter hohen Räume geteilt werden.

Der Aufenthaltsraum wird eine Art Galerie bieten und die Nassräume werden als „Box“ in den Schlafzimmern platziert. Der alte Bestand bleibt einerseits erhalten, andererseits sollen Stiegen aufs „Boxendach“ hinaufführen.

Die Studenten packten zudem ordentlich mit an und waren etwa für den Abriss des „Schupfens“ im Garten mitverantwortlich, führten Fensterdurchbrüche durch oder entfernten den Bodenaufbau. Ihre Tätigkeit ist sogar in dem Blog „Caritas Herberge Unternalb“ nachzulesen.

Die Frühstückspension soll im Frühjahr nächsten Jahres ihren Betrieb aufnehmen.