Erstellt am 08. Juni 2016, 03:05

von Sandra Frank

Vereinszentrum: „Unser Hausbau war schon lustig“. Feuerwehr und Musik präsentierten am Wochenende ihr nagelneues Eigenheim.

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde das Vereinszentrum, in dem Musik und Feuerwehr untergebracht sind, seiner Bestimmung übergeben. Pater Ludwig Maria Gmoser (vorne) sorgte für die Unterstützung »von oben«. »Ich sage nicht ,Gehet hin in Frieden!', sondern ,Bleibet in Frieden!'«, lud er nach der Segnung zum Rundgang und Verweilen ein. Fotos: Sandra Frank  |  NOEN, Sandra Frank
„Wir haben ein Haus gebaut, das ist mit einer gewissen Anstrengung verbunden“, blickte Bürgermeister Roland Weber auf das Großprojekt zurück. Das Vereinszentrum, das mitten in Guntersdorf seinen Platz gefunden hat, wurde am vergangenen Samstag feierlich seiner Bestimmung übergeben und gesegnet.

Gemeindechef: „Ergebnis kann sich sehen lassen“

Der gesamte Gemeinderat stand von Anfang an hinter dem 900.000-Euro-Projekt. „Es gab immer harte Diskussionen bei den Baubesprechungen, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen“, betonte der Gemeindechef. Es sei ein historischer Tag für Guntersdorf, an dem zwei wesentlichen Organisationen ein neues Zuhause übergeben werden kann.

„Es soll ein Haus der Begegnung sein, ihr sollt es mit Leben erfüllen“, gab Weber der Feuerwehr und der Trachtenkapelle Guntersdorf mit auf den Weg. Denn diese beiden Institutionen leben von nun an unter einem Dach.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass man sein Haus selbst baut. Oder habt’s schon einmal einen Polizisten gesehen, der sein Depot selbst bauen muss?“, lobte Dietmar Fahrafellner, Landesfeuerwehrkommandant von NÖ, die Guntersdorfer. „Unser Hausbau war schon lustig“, schmunzelt der Guntersdorfer Kommandant Harald Sebek. Er werde die Baubesprechungen sogar vermissen.

„Aus einem Wunsch ist Wirklichkeit geworden“

Das nächste Ziel seiner Truppe –  nach neuem Haus und neuem Auto, das noch heuer geliefert werden könnte – ist die Installierung einer Feuerwehrjugendgruppe.

In diesem Bereich ist die Trachtenkapelle der Wehr einen Schritt voraus. Der Nachwuchs ist gesichert, die Jugend in der Kapelle ein fixer Bestandteil.

„Die Musik war sehr lästig. Aber der Erfolg gibt ihm recht ...“, sagt der Bürgermeister über die Wünsche, die Kapellmeister-Stellvertreter Wilfried Hammer stets äußerte. „Aus einem Wunsch ist Wirklichkeit geworden“, ist Hammer froh.

Das siebte Probenlokal sei es, in dem die Trachtenkapelle nun musiziert. Und dieses trägt seit Samstag einen ganz besonderen Namen: Wilfried Hammer-Musiksaal. Damit überraschte die Trachtenkapelle den Musiker, der über diese Geste sehr gerührt war.