Erstellt am 21. April 2017, 02:39

von NÖN Redaktion

Theater-Premiere: Die Schatten der Vergangenheit. Im Rahmen des Viertelfestivals wird das Stück „Führerbunker“ uraufgeführt.

Ursula Leitner spielt Eva Braun, Andreas Hajdusic ist Adolf Hitler.  |  NOEN

Es war eines der dunkelsten Kapitels Europas, dessen Endpunkt Inhalt des Theaterstücks „Führerbunker. Berlin, April 1945“ ist. Das Ende des Zweiten Weltkriegs und den Kollaps seiner Diktatur erlebte Adolf Hitler in seinem Bunker unter der Reichskanzlei. Zu diesem Zeitpunkt ist er nur noch umgeben von einigen wenigen treuen Vasallen.

Die Produktion, die im Rahmen des Viertelfestivals ab 28. April zu sehen sein wird, fokussiert sich ganz auf die letzten zehn Tage des Diktators, beginnend mit seinem letzten Geburtstag am 20. April. Mit dem persönlichen Ende Hitlers am 30. April endete auch die Herrschaft des Nationalsozialismus; nicht, ohne in den letzten Tagen noch unbeschreibliche Gräuel an der Zivilbevölkerung zu verüben.

„Die Verhaltensweisen der handelnden Figuren in diesen letzten Tagen erinnert an eine griechische Tragödie oder an eine Soap“, sagt Regisseur Christian Pfeiffer. Ihm geht es um die Zwangsgemeinschaft von Menschen in der ausweglosen Lage des absehbaren Endes. „In Extremsituationen verändern sich Menschen, das gilt auch für die Personen im Führerbunker.“

Die Proben sind bereits sehr intensiv gewesen und fordern das Team der Theaterproduktion wahrscheinlich ebenso, wie das Publikum, das sich in insgesamt 19 Vorstellungen ein Bild von diesem Endzeitszenario machen kann. „Auch wenn es nur Schauspieler sind, die unmittelbare Nähe Hitlers ist schockierend“, sagt selbst der Regisseur.

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