Erstellt am 29. April 2016, 14:45

von Christoph Reiterer

Vortrag von Zukunftsforscher Popp im Live-Stream. Zukunftsforscher Reinhold Popp will Zukunftsängste nehmen. EU-Parlamentarier diskutieren mit. NÖN.at zeigt das Impuls-Referat im Live-Stream.

Das Titelbild zur Veranstaltung. »Es geht um Aufbruch; Mut und Tatkraft; darum, nicht die Nerven wegzuschmeißen!«, sagt Erwin Mayer, Organisator des Bildungstages und Regionalbetreuer des Katholischen Bildungswerks im Weinviertel. Foto: Timo Kostermayer_pixelio.de  |  NOEN, Timo Kostermayer_pixelio.de

Mit einer „Gesellschaftsklimasprechstunde“ startet am 29. April der diesjährige Bildungstag für das Westliche Weinviertel in der Bezirksbauernkammer Hollabrunn. Das Impulsreferat zum Thema des Tages hält der Salzburger Universitätsprofessor Reinhold Popp: Er analysiert die gegenwärtigen Krisen sowie „Leuchtpunkte und Hoffnungssterne in der Zukunft“.

NÖN.at zeigt den Vortrag im Live-Stream:



Seit jeher sei die Zukunft eine Projektionsfläche sowohl für die Ängste als auch für die Hoffnungen der Menschen. Dies gelte auch für die heutige Zeit, sagt Popp. „Obwohl es den meisten Menschen in unseren privilegierten Breiten relativ gut geht, sorgt unser Unterbewusstsein offensichtlich für ein Übermaß an negativen Zukunftsbildern. In meinem Vortrag gehe ich auf einige dieser – repräsentativ erhobenen – Ängste ein.“

„Meine EU-Zukunftsvision fordert, dass zur
Überwindung der anti-europäischen Blockaden
das Europäische Parlament weiter gestärkt wird.“
Ulrike Lunacek


Der Hochschullehrer wird aufzeigen, dass es für Zuversicht weitaus mehr gute Gründe gibt als für Zukunftsangst.

Ebenfalls spannend, ab 16.25 Uhr: EU-Parlamentarier werden vor Ort und per Skype über ihre Zukunftsperspektiven sprechen; so auch Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, die auf Anfrage schon vorab betont: „Auch an den Antworten auf die Flüchtlingsfrage wird sich die Zukunft und vor allem der Integrationsgrad der EU entscheiden.“

So wie bei Klima-, Wirtschafts- und Sozialpolitik brauche es hier europäische Lösungen. „Nationale Alleingänge verschärfen lediglich die Entsolidarisierung in der EU.“

Lunaceks EU-Zukunftsvision fordere deswegen, dass zur Überwindung der anti-europäischen Blockaden aus den EU-Mitgliedsstaaten das Europäische Parlament weiter gestärkt wird. Und es brauche ein Zweikammernsystem auf EU-Ebene, in dem der Europäische Rat zu einer Art Länderkammer umgebaut wird und mit dem Europaparlament gemeinsam die Legislative stellt.

Ab 16.45 Uhr gibt es Zeit für Diskussionen zwischen Referenten und Teilnehmern. Im Anschluss folgt die Bildungstauschbörse – Veranstaltungsmöglichkeiten und Referenten für Gemeinden, Vereine und Pfarren zum Kennenlernen.

Der Heurige Mattes aus Großstelzendorf sorgt für die Abendjause (19 Uhr, „Die Welt gehört dem, der genießt“), die Bezirksbauernkammer Hollabrunn lädt an den Weinstand, ehe es noch kulturelle Schmankerl gibt. Dafür sorgen Musikkabarettist Johann Kreizinger, Josef Berger und Andreas Schöffmann von der ARTSchmidatal sowie Hermann Müller mit einer Lesung („Motivationskaiser und SpurrInnen“).