Erstellt am 07. Januar 2016, 12:32

von Sandra Frank

VP-Neujahrsempfang: „Werden den Bezirk in die Zukunft führen!“. „Ich weiß ganz genau, Sie warten darauf …“ - bei diesen Worten von Erwin Pröll wurde es mucksmäuschenstill in der Grenzlandhalle Hadres. Damit sprach der Landeshauptmann beim traditionellen ÖVP-Neujahrsempfang die „Entscheidung um das höchste Amt im Staat“ an...

LH Erwin Pröll beim ÖVP-Neujahrsempfang in der Grenzlandhalle Hadres.  |  NOEN, Franz Enzmann
In die Karten blicken ließ er sich allerdings nicht. Er wisse um die Wichtigkeit und Verantwortung, die das Amt als Bundespräsident mit sich bringe. „Die Entscheidung wird keine einfache sein. Die nächsten Stunden und Tage werden zeigen, wohin die Reise geht.“

Lob für Zusammenhalt in Land und Bezirk

Zunächst beschränkte sich die Reise des Landesvaters auf die Grenzlandhalle. Die Tradition des Empfangs sei ihm besonders wichtig, denn das zeige, „dass man Bodenhaftung hat und Wurzeln geschlagen hat“. Das sei wichtig, um weltoffen nach vorne zu gehen.

Den Zusammenhalt in Land und Bezirk lobte nicht nur Pröll, sondern auch Landtagsabgeordneter Richard Hogl, der zuallererst den Wahlerfolg im vergangenen Jahr ansprach: „Wir sind fast  bei 100 Prozent. Zwei kleine Gemeinden noch, dann haben wir‘s!“

Von 24 Gemeinden im Bezirk stellt die ÖVP 22 Bürgermeister.  Das „Glanzstück“ sei die Gemeinde Nappersdorf-Kammersdorf gewesen. Die ehemals rote Gemeinde wurde umgedreht, mit einem Überhang von zehn Stimmen. „Ich habe auch mein Scherflein dazu beigetragen“, sagt VP-Bezirksobmann Hogl stolz, der in Kleinweikersdorf seinen Zweitwohnsitz hat.

Der Erfolg bei den Gemeinderatswahlen ist für ihn „ein klares Zeichen, dass wir gut aufgestellt sind und den Bezirk in die Zukunft führen“.

„Sind im Epizentrum der Anzeigen zuhause“

Mit Applaus wurde die Rede des Abgeordneten unterbrochen, als er die Problematik rund um die Vereinsfeste ansprach. „Wir sind im Bezirk im Epizentrum der Anzeigen zuhause. Unsere Feste müssen aber auch in Zukunft möglich sein!“ Er ist überzeugt: Fallen diese Feste aus, ist dies ein Nachteil für Gastronomie und Wirtschaft.

Dafür, dass die Gemeinden im  Landeshauptmann  stets einen wichtigen Verbündeten haben, dankte Hogl Pröll vor versammelter Mannschaft: „Die Familie Niederösterreich steht in jeder Phase hinter dir, egal, wie die Entscheidung läuft …“

Gute Nachrichten hatten aber nicht nur die VP-Politiker zu verkünden. Polt-Autor Alfred Komarek gab bekannt, dass die Verfilmung seines neuen Werkes „Alt, aber Polt“ fixiert sei. Die Dreharbeiten starten im November 2016.

„Es geht nicht nur um Kriminalgeschichten“, betonte Komarek, dass Polt  über die Entwicklung des Wiesbachtals, wie das Pulkautal in den Polt-Werken heißt, der vergangenen 20 Jahre berichtet.
Wie sich der Bezirk, das Land, die Gesellschaft aber auch der Wein in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben, darüber unterhielten sich die Gäste nach dem offiziellen Teil in gemütlicher Atmosphäre bei Brot und Wein.