Erstellt am 10. September 2015, 05:37

von Sandra Frank

VS-Direktorin Steinacher: „Qualität kann wachsen“. Mit Sabine Steinacher, 45, erhält die Volksschule Nappersdorf eine Leiterin, die über große Erfahrung als Pädagogin verfügt und das „Wir-Gefühl“ spürbar machen will.

Sabine Steinacher ist glücklich in ihrer Schule: Früher war sie hier Lehrerin, seit 1. September ist die Immendorferin Leiterin der Volksschule in Nappersdorf. Foto: Frank  |  NOEN, Sandra Frank

Sabine Steinacher hat schon viele erste Schultage hinter sich. Als Schülerin, als Lehrerin und als Mutter von Schülern.

Doch jener am vergangenen Montag war ein wieder besonderer: Die Immendorferin startete in das neue Schuljahr als Direktorin der Volksschule Nappersdorf und löst damit Waltraud Wimberger ab, die bereits im Mai 2015 ihre Pension antrat.

„War an vielen Schulen und habe viel gesehen“

„Ich freue mich schon sehr auf die Herausforderungen und darauf, wieder etwas Neues zu machen“, ist die 45-Jährige bereit für einen neuen Lebensabschnitt. „Meine Kinder brauchen mich mit 15 und zehn nicht mehr so viel, meine Familie steht voll hinter mir“, strahlt die neue Direktorin, die zum Ferienende bereits mit vielen administrativen Aufgaben beschäftigt war.

Steinacher stammt aus einer Lehrerdynastie und sagt über sich selbst, dass sie kein Mensch sei, der auf der Stelle tritt. „Ich war schon an vielen Schulen und habe viel gesehen“, will die zweifache Mutter nun an ihrer Schule das Beste von allem umsetzen.

Steinacher unterrichtete bereits an der Nappersdorfer Volksschule, etwa zehn Jahre lang. Die vergangenen zwei Jahre tat sie ihren Dienst in der VS Wullersdorf. Insgesamt hat Steinacher 23 Jahre Erfahrung als Lehrerin an Volks- und Hauptschulen.

„Das Wir-Gefühl soll an unserer Schule spürbar sein“, ist es der Direktorin sehr wichtig, dass Einigkeit und das Gemeinsame im Lehrerteam – neben ihr werden die Kinder noch von drei Lehrerinnen und Pater Augustinus unterrichtet – vorherrschen.

Jeder Schüler soll sich geborgen fühlen

„Wir sind ein sehr gutes und engagiertes Team, in dem die Qualität gut wachsen kann.“ Die Schulwartin ist ebenfalls ein wichtiges Mitglied der Schulgemeinschaft. Jeder Schüler soll sich geborgen und angenommen fühlen. „Lernen ist nur möglich, wenn der Schüler ein positives Gefühl dabei hat“, weiß die Pädagogin, die Deutsch, Mathematik sowie Bewegung und Sport lehrt.

Letzteres ist ihr ein großes Anliegen. „Die Kinder müssen sich in der Pause bewegen. Die Turnstunden sind viel zu wenig. Wenn sich die Schüler bewegt haben, können sie danach viel mehr aufnehmen und besser lernen.“

Die beiden Hortbetreuerinnen will Steinacher ebenso ins Team der Volksschule integrieren, wie Bürgermeister Gottfried Pompe. „Bei uns ist jeder willkommen. Natürlich auch die Eltern unserer Schüler.“


Zur Schule

  • Im Schuljahr 2015/2016 werden 46 Kinder die Volksschule in Nappersdorf besuchen.

  • Zum ersten Mal seit vielen Jahren wird es je eine erste und zweite Klasse geben.

  • Die 3. und 4. Schulstufe wird gemeinsam in einer Klasse unterrichtet.