Erstellt am 22. Mai 2016, 21:31

von Sandra Frank

Wahlkarten entscheiden: „Es wird ein Zitterabend“. Mit knappen 60 Prozent sprach sich der Hollabrunner Bezirk klar für FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer aus.

Von Erleichterung war nichts zu spüren - und auch nicht zu sehen - als im Büro der Hollabrunner Freiheitlichen die ersten Hochrechnungen auf den Bildschirm erschienen.  |  NOEN, Franz Enzmann
Ein Ergebnis, dass den Bezirksparteiobmann der Freiheitlichen, Christian Lausch, natürlich gut gefällt: „Das ist sehr erfreulich“, war seine erste Reaktion. Als die ersten Hochrechnungen ein erstes  - extrem knappes –  Bundesergebnis zutage brachten, blieb der Jubel in Hollabrunner Parteilokal aus. 50,2 Prozent sprachen sich Hofer aus. „Das wird ein Zitterabend“, prognostizierte Lausch um 17 Uhr. Und er sollte recht behalten. Entscheidend werden die Wahlkarten sein.

Von den 24 Gemeinden im Bezirk erzielte Hofer in 23 die Mehrheit. Spitzenreiter ist hier die rote Gemeinde Mailberg mit 68,1 Prozent. Die einzige Gemeinde, in welcher Alexander Van der Bellen – knapp aber doch – die Nase vorne hatte, war Schrattenthal. 244 Menschen wählten den unabhängigen Kandidaten. Das sind 50,8 Prozent, während 49,2 Prozent  Hofer ihre Stimme gaben.

Die Bezirkshauptstadt selbst lieferte ein deutlicheres Ergebnis: Hier sank die Wahlbeteiligung um etwa zwei Prozent – von 70 auf 68 Prozent.  55,4 Prozent der Stimmen entfielen auf Hofer. Von den insgesamt 5.849 Stimmen waren 351 ungültig. „Ein Zeichen, dass wir gute Arbeit geleistet haben“, sagt FPÖ-Stadtparteiobmann Johann Mareiner.