Erstellt am 29. Oktober 2015, 04:57

von Christoph Reiterer

Gemeinde-Angebot an ATSV am Tisch. Fußballverein wird in den nächsten Tagen entscheiden, ob Angebot angenommen wird.

Sucht mit dem Sportstadtrat eine Zukunfts-lösung, von der alle profitieren: Günter Schnötzinger. Foto: zVg  |  NOEN, zVg

Was passiert jetzt mit dem Waldsportplatz? Die Gerüchteküche brodelt bereits. Der ATSV Hollabrunn hat die Nachricht erhalten, dass der mit Ende des Jahres auslaufende Pachtvertrag nicht verlängert werden soll. Die zuständigen Stadtpolitiker wünschen sich eine fußballerische Ballung der Kräfte im Sportzentrum in der Aumühlgasse.

Sportstadtrat Schneider: „Zusage hält bis 31.12.“

Das Ablöseangebot für das Haus am Waldsportplatz und eine grobe Skizze für ein Klubhaus und Kantinengebäude am Stadiongelände sind dem ATSV-Vorstand, der in den letzten Tagen leider nicht erreichbar war, vorgelegt worden.

„Die Zusage hält bis 31.12.“, sagt Sportstadtrat Kornelius Schneider, der von einem besonderen Angebot spricht, einem Zeichen, „dass uns der Fußball etwas wert ist“. Jetzt müsse sich der Verein in seiner Generalversammlung entscheiden.

Schneider ortet eine positive Stimmung im ATSV, weiß aber auch, dass es einzelne Fronten gibt, die mit Vehemenz gegen die Absiedlung anlaufen. Da gehe es nicht um die Sache, sondern um Emotionen.

Schnötzinger: Geht darum, Verbindendes zu suchen

„Wir maßen es uns aber nicht an, in Vereinsstrukturen einzugreifen. Wir wollen eine Lösung im Interesse aller Beteiligten“, betont Liegenschaftsstadtrat Günter Schnötzinger. Es gehe darum, Verbindendes zu suchen. Es sei klar, dass das derzeitige Kantinengebäude überhaupt nicht mehr zeitgemäß sei, so Schnötzinger, der die Nachwuchsarbeit des FK Blau-Weiß Hollabrunn als gute Basis für die Zukunft lobt.

Noch bevor alle Details geklärt sind, laufen bereits die Gerüchte über die zukünftige Nutzung des Waldsportplatzes. „Da sind einige abstruse Gedanken dabei, die mich verwundern“, hat Schnötzinger auch schon von Plänen gehört, dort ein Fernheizwerk zu errichten. Auch einen großvolumigen Wohnbau könne er sich dort „beim besten Willen nicht vorstellen“.

Realistischer scheint da schon der Gedanke, die Pfadfinder am Waldsportplatz anzusiedeln – was wiederum neue Kapazitäten in der Robert Löfflerstraße bedeuten würde.

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