Hollabrunn

Erstellt am 17. Mai 2017, 05:13

von Christoph Reiterer und Sandra Frank

Blockiert Hollabrunner ATSV-Causa den Arbeitskreis?. Bürgermeister gegen externen Leiter. Vertragsstreit mit Fußballverein soll Waldsportplatz nicht mehr tangieren.

Der Hollabrunner Waldsportplatz  |  NOEN, NÖN

„Die ATSV-Causa hat das Klima getrübt. Die Sache muss zuerst geklärt werden, bevor wir richtig arbeiten können“, sagt Christian Lausch (FPÖ) über die erste Sitzung des Arbeitskreises zur künftigen Nutzung des Waldsportplatzes. Darum hätte sich die Opposition gewünscht, dass Sportstadtrat Kornelius Schneider (ÖVP) auch bei diesem Treffen dabei gewesen wäre.

„Müssen zunächst noch grundlegende Dinge abklären“

„Er hätte die leidige Sache, die den Arbeitskreis blockiert, vielleicht aufklären können“, meint Lausch, der gemeinsam mit Johann Mareiner, Denis Thompson, Alexander Eckhardt, Peter Tauschitz und Wolfgang Scharinger die Opposition vertrat. SP-Mandatar Tauschitz legte ein Konzept vor, welches die Errichtung eines Naturparkzentrums mit speziellen Angeboten rund um die grüne Lunge des Weinviertels vorsieht.

„Das ist einmal eine Idee. Wir müssen zunächst aber noch grundlegende Dinge abklären“, erklärt Bürgermeister Erwin Bernreiter, der gemeinsam mit Alexander Rausch für die ÖVP dabei war. Der Wunsch, dass der Arbeitskreis von einem Nicht-Politiker geleitet wird, wird vom Stadtchef vorerst nicht unterstützt: „Bevor wir kein konkretes Projekt haben, sehe ich keinen Grund dafür. Wir sind gewählt worden, um zu gestalten, und das werden wir doch zusammenbringen.“

Bernreiter sieht in Schneiders Abwesenheit kein Problem, geht wie der Sportstadtrat davon aus, dass der Hollabrunner Fußballverein auch künftig im Stadion in der Aumühlgasse aktiv sein wird. Darum bestehe kein Zusammenhang mit der ATSV-Sache. „Ich bin zuversichtlich, dass wir uns einigen, wenn alle konstruktiv mitarbeiten.“

Dass sein Finanz- und Sportstadtrat nun in die Schusslinie der Opposition geraten ist, nimmt Bernreiter gelassen: „Einmal ist es der, einmal ein anderer. Das ist Politik, damit müssen wir leben.“