Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:02

von NÖN Redaktion

Was das Gym mit der Ringstraße eint. Zum 150-jährigen Bestehen erkundeten Viertklässler die Wiener Prunkstraße.

Eine wahre Pracht: die Schüler der 4E-Klasse mit Geschichtslehrer Gerhard Hasenhündl vor dem Parlament im historistischen Stil der griechischen Klassik. Foto: Gym  |  NOEN, Gym Hollabrunn

Wie das Hollabrunner Gymnasium feierte die Wiener Ringstraße ihr 150-jähriges Bestehen. „Da die Schleifung der alten Stadtmauern und die Errichtung dieser Prunkstraße in die Regentschaft von Kaiser Franz Joseph fielen, war das ein passendes Thema zu unserem Geschichtsunterricht“, berichtet Gerhard Hasenhündl von einer Exkursion mit der 4E-Klasse.

Sonderausstellung detailreich erklärt

So machten sich 23 Mädchen und Burschen gemeinsam mit Klassenvorstand Michael Überall und Geschichtslehrer Hasenhündl auf den Weg in die Bundeshauptstadt, wo zunächst der Prunksaal der Nationalbibliothek am Josephsplatz besucht wurde.

Dort wurde ihnen die Sonderausstellung zur Erbauung der Ringstraße – „Wien wird Weltstadt“ – detailreich erklärt. Auf einem Panoramabild von 1858 war Wien noch mit der Stadtmauer zu sehen.

„Der Ring ist eine wahre Prachtstraße“

Zu Fuß ging es dann auf eine Ringstraßentour vom Schotten- bis zum Kärntnertor. In Gruppen hatten die Schüler ein Bauwerk nach Stil- und Baugeschichte vorzustellen: die Votivkirche, die zum Dank für die Rettung des Kaisers nach einem Messerattentat errichtet wurde; die Universität (Alma Mater Rudolphina); Burgtheater; Wiener Rathaus; Parlament; der Heldenplatz mit der Neuen Hofburg sowie die beiden großen Museen, die eigentlich ein großes Kaiserforum bilden sollten. Den Abschluss bildete mit der Staatsoper jenes Gebäude, das als erstes fertiggestellt worden war.

„Weil die Ausführungen der Schüler sehr gut vorbereitet waren, und die Prunkbauten der Ringstraße in der milden Herbstsonne leuchteten, war das Urteil von allen gleich: Der Ring ist eine wahre Prachtstraße, erbaut für eines der fünf europäischen Großreiche um 1900“, schildert der Geschichtsprofessor.

Zurück in Hollabrunn sei dann den Schülern sofort aufgefallen, dass auch das Gymnasium in der Reucklstraße, Baujahr 1908, ebenfalls ein Bau des Historismus ist. „Man erkennt das vor allem noch am Türmchen im Neo-Renaissancestil.“