Erstellt am 08. Oktober 2015, 06:02

von Sandra Frank

Weinstraße: Gemeinden bleiben standhaft. Während Nappersdorf und Wullersdorf zurückkehren, sind Guntersdorf und Göllersdorf draußen. Grabern überlegt.

Guntersdorf und Göllersdorf sind aus der Weinstraße Weinviertel ausgetreten. Die Gemeinde Grabern eigentlich auch. Ein Ausschuss prüft derzeit die Sinnhaftigkeit einer erneuten Mitgliedschaft.  |  NOEN, NÖN
„Derzeit eigentlich nicht“, sagt Graberns Bürgermeister Herbert Leeb auf die Frage nach der Mitgliedschaft bei der Weinstraße Weinviertel Wes.

Seine Gemeinde fasste im letzten Jahr den Beschluss, mit 2015 aus der Vereinigung auszutreten. Aber: Es gebe ein Ansuchen eines Betriebs, sich den Austritt doch noch einmal zu überlegen.



„Damit wird sich der entsprechende Ausschuss im Oktober beschäftigen und in der Novembersitzung eine Empfehlung abgeben, ob wir den Beschluss beibehalten oder eben nicht“, meint der Bürgermeister.

„Wir sind weg“, sagt Göllersdorfs Gemeindechef Josef Reinwein. Wie Wullersdorf entschied sich auch seine Gemeinde vor einigen Jahren für einen Austritt, war bis 2015 aber gebunden und musste somit bis jetzt den Mitgliedsbeitrag zahlen. Umentscheiden will sich Reinwein nicht.

Jetzt hätte sich zwar der Mitgliedsbeitrag zugunsten der Gemeinde geändert, aber: „Egal ob es 3.000 Euro sind oder nur 1.400 – es handelt sich um Gemeindegeld.“ Und dieses sei er nicht gewillt auszugeben, denn: „Nichts gegen die Weinstraße, aber für uns bringt sie nichts“, spricht er von zwei Betrieben, die Interesse gezeigt hatten. Außerdem sei Göllersdorf nur „ein Seitenarm“ der Weinstraße und gar nicht direkt betroffen.

Guntersdorf kehrte der Weinstraße ebenfalls den Rücken und hält an diesem Entschluss fest. „Es gab bei uns nur einen Betrieb, der Mitglied der Weinstraße war“, sagt Bürgermeister Roland Weber. Und für einen einzigen Betrieb sei ein Mitgliedsbeitrag von 1.200 Euro zu viel. „Das haben auch alle verstanden“, habe er Gespräche mit dem Betrieb und mit Weinstraßenobfrau Tanja Dworzak geführt.