Hollabrunn , Korneuburg

Erstellt am 19. Oktober 2016, 03:11

von Jutta Hahslinger

Tollpatschiger Vater ließ Säugling fallen. „Ich lasse doch mein Baby nicht absichtlich fallen. Es ist mir aus den Händen geglitten“, beteuert 25-jähriger Hollabrunner. Richterin in Korneuburg glaubt ihm.

Symbolbild  |  NOEN

„Es war ein Unfall. Ich lasse doch mein Baby nicht absichtlich fallen. Ich bin etwas patschert“, beteuert der stattliche Weinviertler händeringend vor Gericht. Er mache sich doch selbst die größten Vorwürfe, dass ihm der zwei Monate alte Säugling aus den Händen geglitten ist. Den Misshandlungsvorwurf der Staatsanwaltschaft bestreitet er.

Baby prallte mit Kopf gegen Verteilerstecker

Der 25-jährige Hollabrunner leugnet, den Säugling aus einem Meter Höhe absichtlich auf eine Wohnzimmercouch fallen gelassen zu haben.

Auf dem Sofa befand sich ein Verteilerstecker mit angesteckten Ladekabeln. Der Säugling prallte mit dem Kopf dagegen und zog sich schwere Kopfverletzungen (unter anderem einen Schädelbruch) zu.

Nach einem umfangreichen Beweisverfahren kann dem Weinviertler aber keine absichtliche Kindesmisshandlung nachgewiesen werden. Strafrichterin Anna Wiesflecker glaubt schlussendlich an die beteuerte Tollpatschigkeit des Vaters und entscheidet auf fahrlässige Körperverletzung.

Der Prozess findet ein diversionelles Ende: Der Weinviertler muss 100 Stunden gemeinnützige Leistung erbringen, dann wird das Verfahren gegen ihn eingestellt (nicht rechtskräftig).