Erstellt am 26. Dezember 2015, 09:38

von Christian Pfeiffer

„Wiener Blut“ auf der „Titanic“. Mit unterhaltsamen Programmen und zwei Jubiläen geht es in Hardegg, Pulkau, Retz, Ziersdorf sowie der Bezirkshauptstadt Hollabrunn ins Jahr 2016.

Herbert Klinger stand 2015 zum ersten Mal am Pult der Hollabrunner Stadtmusik, um das Neujahrskonzert im Stadtsaal zu dirigieren. Heuer kommt Klinger die Ehre zu, das Jubiläums-Konzert zum 40er zu leiten. Foto: Stadtmusik  |  NOEN, Stadtmusik Hollabrunn
„Wiener Blut, Wiener Blut! Eig’ner Saft, voller Kraft, voller Glut“, ist eine der berühmten Textzeilen aus der gleichnamigen Operette von Johann Strauss Sohn. Den Charme und das Savoir-vivre hat sich Allegro Vivo für ihr heuriges Neujahrskonzert im Konzerthaus Weinviertel zum Motto gewählt.

Bereits um 16 Uhr kommen am 15. Jänner die jungen und jüngsten Konzertbesucher in den musikalischen Genuss von Maestro Bijan Khadem-Missagh. In einem „Mitmach-Konzert“ erleben die Kleinen unbefangen, was den Großen im Anschluss, um 19.30 Uhr, im Rahmen der Abendgala präsentiert wird.

Die Academia Allegro Vivo hat aber keineswegs vor, dieses Konzert bierernst zu gestalten. „Die Ziersdorfer Konzertgäste müssen nicht zu Vampiren werden, um die Melodien aus ,Wiener Blut‘ in sich aufzusaugen. Außerdem ist fraglich, ob der Cholesteringehalt sehr bekömmlich ist“, so Dirigent Khadem-Missagh bestens gelaunt.

Mit guter Stimmung ins neue Jahr 2016

Überhaupt ist gute Stimmung eine Art Generalmotto für 2016, auf das sich die verschiedenen Klangkörper unabhängig voneinander verständigen konnten. Da machen auch die Retzer und ihre Stadtkapelle mit dem „Donauwalzer“ und der Polka „Auf der Jagd“ keine Ausnahme.

Allerdings haben sich die Dirigenten Gerhard Forman, Thomas Wurm und Matthäus Rößler auch Außergewöhnliches einfallen lassen. Am 5. 1., um 19.30 Uhr und 6., um 15 Uhr wird das Programm im Stadtsaal im Althof mit Richard Wagners „Einzug der Gäste auf der Wartburg“ aus „Tannhäuser“ eröffnet.

Bei ihrem 36. Neujahrskonzert stellt die Grenzlandkapelle Hardegg den Komponisten Julius Fucik und seinen 100. Todestag in den Mittelpunkt ihres Neujahrs-Programms am 3. Jänner, um 14 Uhr in der Freizeithalle Langau.

Mit der preisgekrönten Filmmusik zu „Titanic“ gedenkt man darüber hinaus noch des Komponisten James Horner. Aber auch bei den Hardeggern kommt die gute Laune nicht zu kurz. So wird Stephanie Bauer „Mein Herr Marquis“ aus der Operette „Die Fledermaus“ intonieren und die Uraufführung des Marsches „Unser Präsident“ von Johann Pausackerl verspricht musikalische Ironie.

Allen Grund zum Feiern hat die Trachtenkapelle Pulkau, die am 1. 1., um 19 Uhr im Stadtsaal ihr 50. Neujahrskonzert bestreiten will. Runde Jubiläen bedingen eine gewisse Opulenz und so wird den Besuchern der Konzerte – Wiederholung am 2. Jänner, ebenfalls um 19 Uhr – im ersten Teil des Abends ausschließlich große Oper geboten. „Die Zauberflöte“, „Carmen“ oder der gewaltige Triumph-Marsch aus „Aida“ werden für Hochstimmung sorgen.

Teenie-Band, „Mary Poppins“ und Melodien der britischen Band „Coldplay“ sorgen im zweiten Teil für Kontraste.

Überraschungen bei der Stadtmusik Hollabrunn

Neujahrskonzerte sind seit dem 1. Jänner 1977 in Hollabrunn Tradition. So laden die Stadtmusikanten am 1. Jänner, um 15 Uhr, bereits zum 40. seiner Art in den Stadtsaal.

Zu diesem Jubiläumskonzert hat Dirigent Herbert Klinger mit seinen Musikern einige unterhaltsame musikalische Leckerbissen einstudiert. Neben den musikalischen Darbietungen wird es wieder einige Überraschungen für das Publikum geben, für die die Hollabrunner bekannt und beliebt sind.