Erstellt am 14. Oktober 2015, 06:07

von Sandra Frank

„Heftige Erhöhung“ im Wasserhaushalt. Opposition ist nicht glücklich mit der Anhebung. Vor allem, weil der Wasserverlust nicht unter Kontrolle gebracht wird.

Muss die Wassergebühren erhöhen: Bürgermeister Richard Hogl. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Der Wasserhaushalt ist das Sorgenkind der Marktgemeinde Wullersdorf. „Wir sind im Defizit, wir müssen aber kostendeckend sein“, rief Bürgermeister Richard Hogl (ÖVP) seinen Mandataren ins Gedächtnis, als es darum ging, den Wasserpreis zu erhöhen.

Schnötzinger monierte: „Das sind zwölf Prozent“

Der Preis soll ab 1. Jänner 2016 von 1,60 Euro pro Kubikmeter auf 1,80 Euro angehoben werden. „Das bleibt dann für die restliche Gemeinderatsperiode so“, versprach Hogl.

Dennoch: „Das sind zwölf Prozent“, sah Ignaz Schnötzinger (FPÖ) diese finanzielle Belastung für die Gemeindebürger nicht ein. Die EVN habe, rückwirkend mit 1. April, die Preise erhöht, jetzt müsse die Gemeinde nachziehen, klärte Hogl auf.

„Wir würden mit 1,70 auch auskommen“, meinte Schnötzinger. „Es reicht doch, wenn wir um das erhöhen, was die EVN vorgibt und nicht um das Doppelte“, stimmte Gerald Patschka (SPÖ) ein. Für ihn handelt es sich hier „um eine heftige Erhöhung“.

Doch Hogl ließ die Einwände seiner Opposition nicht gelten. Er betonte erneut, im Wasserhaushalt müsse kostendeckend gearbeitet werden. Werden die Preise jetzt nicht entsprechend angehoben, dann „sind wir immer hinterher“.

„Wir müssen den Wasserschwund rigoros angehen“

Warum Patschka die Gemeindebürger gerade hier nicht noch mehr zur Kasse bitten wolle, machte er mit einem weiteren Argument deutlich: „Man kann nicht immer nur teurer werden, aber den Wasserverlust nicht in den Griff bekommen.“ Denn dieser sei genauso hoch, wie noch im letzten Jahr.

„Wir tun relativ wenig, um ihn in den Griff zu bekommen. Wie vermittelst das der Bevölkerung?“, stellte Patschka in den Raum. So werde die Gemeinde jedenfalls nicht kostendeckend arbeiten können.

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„Wir müssen den Wasserschwund rigoros angehen, ich hab‘ nichts dagegen“, will Hogl den Schwund unter Kontrolle bringen.

2016 sollen die problematischen Anbaustellen, die für den Wasserverlust verantwortlich sind, getauscht werden.

Diesem Vorschlag konnte nicht nur die ÖVP, sondern auch die SPÖ zustimmen. Die FPÖ enthielt sich bei der Abstimmung.