Zellerndorf

Erstellt am 27. Juli 2016, 10:51

von APA Red

Betonmischer gegen Lok: Lenker doch schwer verletzt. Der Lenker des Betonmischers ist bei einem Zusammenstoß mit einer Lok in Zellerndorf (Bezirk Hollabrunn) am Dienstag doch nicht so glimpflich davongekommen.

Spektakulärer Unfall bei Zellerndorf: Betonmisch-Fahrzeug prallte gegen Lokomotive.  |  Sandra Frank

Der 56-Jährige erlitt schwere Verletzungen, berichtete die Landespolizeidirektion NÖ. Er wurde vom unverletzten Triebwagenführer (44) und Unfallzeugen aus dem Führerhaus befreit und von der Rettung in das Landesklinikum Horn gebracht.

Aufräumarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig

Der Fahrer war (NÖN.at hatte berichtet, siehe unten) gegen 13.30 Uhr mit dem Lkw seines Arbeitgebers auf einer unbeschrankten Bahnkreuzung auf der Thayatal Straße (B30) gegen eine Lok der ÖBB geprallt. Der Betonmischer wurde unter dem Triebfahrzeug eingeklemmt. Die Lok sprang durch den Anprall aus den Schienen und musste mittels Kran wieder ins Gleis gehoben werden. Die Unfallursache war vorerst unbekannt.

Am Mittwochvormittag wurde noch an den Gleisen und am Asphalt gearbeitet, teilte ÖBB-Sprecher Christopher Seif auf Anfrage mit. Bis Mittag sollte die Bahnkreuzung demnach wieder freigegeben werden. Der Autoverkehr wurde während der Sperre umgeleitet. Zugfahrgäste waren nicht betroffen, da die Strecke laut ÖBB nur für Gütertransporte genutzt wird.

Die Aufräumarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando. Zunächst wurde die Trommel des Lkw aufgeschnitten und der Großteil des Betons mit einem Bagger ausgeschaufelt. Erst nach Anheben des Schienenfahrzeuges konnte der Betonmischer von den Gleisen gehoben und abtransportiert werden. Im Einsatz standen die Feuerwehren Hollabrunn, Zellerndorf und Watzelsdorf.

NÖN.at hatte berichtet:

Betonmischer prallte gegen Lok!

Ein Betonmisch-Fahrzeug ist am Dienstag auf einem Bahnübergang in Zellerndorf (Bezirk Hollabrunn) mit einer Lokomotive zusammengestoßen.

Der Lkw-Lenker wurde leicht verletzt, konnte sich aber selbst aus dem Fahrzeug befreien, teilte NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger mit. Die Thayatal Straße (B30) war zwischen Retz und Watzelsdorf gesperrt, berichtete der ÖAMTC.

Lok musste wieder ins Gleis gehoben werden

Die Lok sprang beim Anprall aus den Schienen und musste wieder ins Gleis gehoben werden. Das Führerhaus des Betonmischers wurde de facto abgerissen, sagte Resperger. Bei den Aufräumarbeiten am Nachmittag waren nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos zwei Kräne und zwei Feuerwehren mit 30 Mitgliedern im Einsatz. Der Lkw-Lenker wurde laut Resperger zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Der Lokführer blieb unverletzt.

Der Verkehr wurde über die Retzer Straße (B35) umgeleitet, berichtete der ÖAMTC. Fahrgäste der Bahn waren laut ÖBB-Sprecher Christopher Seif nicht von der Sperre betroffen. Die kaum befahrene Strecke werde derzeit nur als Ausweichroute für den Güterverkehr während der Bauarbeiten zwischen Wolkersdorf und Laa an der Thaya genutzt. Die Lok war laut Seif auf dem Weg nach Pernhofen, um Waggons zu holen.