Erstellt am 05. Mai 2016, 04:14

von Karin Widhalm

Znaim hochoffiziell im Boot. Die beiden Städte bewerben sich für die Landesaustellung 2021. Znaim fasste nun den Gemeinderatsbeschluss.

Die Znaimer wollen mit den Retzern zusammenarbeiten, um die Landesausstellung in ihre Region zu holen. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv
Die Znaimer zeigten schon länger Interesse an einer gemeinsamen Bewerbung für die Landesausstellung 2021 mit Retz. Der nötige Gemeinderatsbeschluss erfolgte in der Vorwoche einstimmig. Dass Znaim mit im Boot ist, ist nun hochoffiziell.

„Gott sei Dank“, sagt dazu Bezirkshauptmann Stefan Grusch auf Anhieb. Die Znaimer entschieden sich, keinen eigenen Verein zu gründen, sondern bei „Retz 2021“ mitarbeiten zu wollen. „Das war für mich überraschend und schön.“

Prominentenkomitee soll eingerichtet werden

Man werde eine eigene, tschechische Steuerungsgruppe schaffen. Möglichst viele Infos sollen zwischen Tschechen und Österreichern ausgetauscht werden.

Der Verein ist außerdem gerade auf der Suche nach Logo-Entwürfen. „Wir haben etliche nette Vorschläge bekommen, demnächst müssen wir uns entscheiden.“ Denn das Logo wird schon bei der Startveranstaltung am 19. Mai, um 19 Uhr, im Alten Kino präsentiert. Die Arbeitskreise mit allen handelnden Personen und bestehende grenzüberschreitende Kooperationen werden zudem vorgestellt.

Partner sind jederzeit willkommen: Der Bezirkshauptmann denkt dabei auch an die Gewerbe- und Wirtschaftsbetriebe – und den Nationalpark Thayatal. Ein Prominentenkomitee werde eingerichtet. Der Verein kümmert sich darum, Mitglieder zu werben. „Menschen, die gute Ideen haben, sollen sich einfach melden“, lädt Grusch dazu ein.

Vorschläge sind ihm schon zu Ohren gekommen – von einer Mountainbike-Strecke zwischen den beiden Schwesternstädten bis hin zur zweisprachigen Gemeindebücherei: „Da tut sich einiges.“ Gruschs Enthusiasmus ist hörbar. „Ich bin infiziert“, lacht der Bezirkshauptmann auf NÖN-Nachfrage.