Erstellt am 23. Oktober 2015, 05:07

von Michael Böck

Zusammenlegung: Reform in Pfarren. Pater Placidus Leeb ist nun offiziell Moderator in Haugsdorf und wird wie in Zellerndorf einen Pfarrverband gründen.

Amtseinführungsmesse mit (v.l.) der stellvertretenden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Elisabeth Dastl (Haugsdorf), Dechant Willibald Steiner, Pater Placidus Leeb, Prior Michael Fritz und der stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzender Friedrich Krenauer (Alberndorf). Foto: Michael Böck  |  NOEN, Michael Böck

Pater Placidus Leeb wurde Anfang Oktober bei einer Amtseinführungsmesse offiziell als neuer Moderator von Haugsdorf vorgestellt. Der langzeitige Benediktiner wurde im Rahmen der Feier von den örtlichen Vereinen am Kirchenplatz in Empfang genommen, bevor alle Gläubigen gemeinsam in die Kirche einzogen.

Prior Fritz will keine „One man-Show“

Die Messe wurde von Pater Placidus selbst, Prior Michael Fritz, Dechant Willibald Steiner und Diakon Alfred Petras zelebriert.

Prior Fritz bat im Rahmen dieser um gute Zusammenarbeit der Gemeinde mit der Pfarre. Es solle keine „One man-Show“ werden. Nur wenn alle an einem Strang ziehen würde, könne man vieles erreichen.

Pater Placidus verkündete eine Strukturänderung. Wie in Zellerndorf und Retz soll in Haugsdorf ein Pfarrverband entstehen. Der Moderator ist seit dem Jahr 2006 in Pfaffendorf, seit 2011 in Seefeld und seit 2013 in Jetzelsdorf bereits als Pfarrer tätig.

Man könne sich viel Verwaltung ersparen

Der Verband wird die Pfarren Alberndorf, Haugsdorf, Jetzelsdorf und Pfaffendorf mit ungefähr 3.000 Katholiken umfassen und soll heuer entstehen. Seefeld würde er bis 2016 mitbetreuen. Unterstützung erhält er ab Dezember von Pfarrvikar Christoph Pfann und einer Pastoralassistentin.

Durch die Reform würde man sich viel Verwaltung ersparen und könne man dynamischer unterwegs sein (siehe "Warum haben Sie" unten). Schon jetzt werden etwa Maiandachten oder Firmvorbereitungen zum Teil gemeinsam organisiert.


Warum wollen Sie ... den Pfarrverband nun gründen?

x  |  NOEN, Michael Böck
Pater Placidus Leeb.

NÖN: Warum ist es nötig, im Pulkautal einen Pfarrverband mit vier Pfarren zu gründen?
Leeb: Der Priestermangel zwingt uns dazu. Außerdem können auch
Priester, die keine Pfarre leiten möchten, eingesetzt werden – zum Beispiel pensionierte Pfarrer. Verwaltungstechnisch wird’s einfacher: Buchhaltung und so weiter können zentral geführt werden.

Wie sieht die Reform konkret aus?
Die Pfarren bleiben mit dem Pfarrgemeinderat eigenständig bestehen. Zwei oder drei Pfarrgemeinderäte pro Pfarre werden im Pfarrverbandsrat die Entscheidungen treffen. In weiterer Folge kann es sein, dass der Pfarrverband aufs ganze Dekanat ausgedehnt wird. Das möchte man aber Schritt für Schritt machen.

Bedeutet das mehr Arbeit für Sie?
Die Arbeit wird ungefähr gleich bleiben. Eine große Erleichterung ist die Unterstützung von der Pastoralassistentin und dem Pfarrvikar. Die organisatorischen Aufgaben werden mehr, aber die Reform sorgt auch für mehr Effizienz.