Erstellt am 18. Juni 2016, 06:05

von Martin Kalchhauser

25 Jahre EGSTON: Fast weltweit „daheim“. Unternehmen feierte Jubiläum. Was 1991 „ohne Zukunft“ begann, entwickelte sich zu einer besonderen Erfolgsstory.

25 Jahre EGSTON: Landtagsabgeordneter Jürgen Maier, Pfarrer P. Sepp Schachinger, Geschäftsführer Frank Wolfinger, Bürgermeister Georg Gilli, Geschäftsleiter Harald Hofmann, Geschäftsführer Walter Wunderer, Gewerbereferent Christian Resch und Nationalratsabgeordneter Werner Groiß (von links) vor den Fahnen jener Staaten, in denen das Unternehmen heute vertreten ist: Österreich, Tschechien, China, Indien und Serbien. Fotos: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser
„Es ist kein Stein auf dem anderen geblieben.“ Auf die rasante Entwicklung der Firma EGSTON von einem Unternehmen, das „keine Zukunft“ habe, zu einer weltweit agierenden Firma hörten hunderte Gäste des 25-jährigen Bestandsjubiläums, das mit einem Fest samt Feuerwerk gefeiert wurde.

Auch in Osteuropa und Asien aktiv

Mit einem Management-Buy-Out begann die Erfolgsstory 1991 mit rund 180 Mitarbeitern im Werk in der Grafenbergerstraße. Heute ist EGSTON auch in Tschechien, China, Indien und – seit kurzem – in Serbien vertreten. Zuletzt machte man mit Kabelsystemen, induktiven Bauelementen, Netzgeräten, automotiven Komponenten, Power Electronics-Werkzeugen und Kunststoffelementen 51,3 Millionen Umsatz (2015).

Gratulanten waren BH-Gewerbereferent Christian Resch, Bürgermeister Georg Gilli und Landtagsabgeordneter Jürgen Maier: „Diese Innovationskraft kann sich sehen lassen. Es ist eine Internationalisierung mit Zentrum in Eggenburg gelungen!“ „Sie sind ein weltweiter Player, aber regional verwurzelt geblieben“, lobte Nationalrat Werner Groiß.

„Sie haben die Welt mit Österreich so verstrickt, dass Österreich und die Welt etwas davon haben.“
Entwicklungen der vergangenen fünf Jahre präsentierten die Vorstände Frank Wolfinger und Walter Wunderer, die über Investitionen von 12 Millionen Euro in dieser Zeit berichteten. Wunderer: „Wir glauben fest daran, dass wir auch in Zukunft hohe finanzielle Belastungen durch Umsatzsteigerungen wettmachen können.“

Die weitere Internationalisierung sei vorgegeben“, verwies Wolfinger auf die Flaggen am Firmengebäude, die auf die ausländischen EGSTON-Standorte hinweisen: „Wenn Sie in fünf Jahren wiederkommen, hängen da sicher schon einige Fahnen mehr.“

EGSTON Eggenburg

Aus der Geschichte:
1960: Gründung des ITT-Standortes Eggenburg (Telekombranche)
1984: Eigener Vertrieb von induktiven Bauelementen, Kabelsystemen und Relais für die Telekommunikationsindustrie
1987: Kauf der ITT-Telekomsparte durch CGE, Eingliederung in die Alcatel-Firmengruppe
1991: Management-Buy-Out – Gründung von EGSTON
1992: Eröffnung der ersten ausländischen Produktionsstätte in Jemnice (Tschechien)
1994: Eröffnung der zweiten Produktionsstätte in Znojmo (Znaim)
2004: Eröffnung der Produktionsstätte in Zhuhai (China)
2007: ISO-Zertifizierung in allen Werken abgeschlossen
2011: Eröffnung einer Produktionsstätte in Trichy (Indien) und einer Kunststoffspritzerei in
Znojmo
2014: Kauf der Firma Springer (Werkzeugbau)
2016: Aufbau eines Produktionswerks in Kovacica (Serbien)

Produkte: Kabelsysteme, induktive Bauelemente, Netzgeräte, automotive Komponenten

Mitarbeiter: 1.334 – davon 135 in Eggenburg (inklusive 15 im Entwicklungsbüro in Klosterneuburg), 660 in Tschechien, 331 in China, 178 in Indien und 30 in Serbien

Jahresumsatz: 51,3 Millionen Euro (2015)