Erstellt am 03. Mai 2016, 06:04

von Martin Kalchhauser

500 Käfer flogen nach Eggenburg. Schlechte Wetterprognosen verdarben bei Käfertreffen Rekordbeteiligung – aber es blieb den ganzen Tag trocken.

Die Sorgen der Organisatoren und mancher Käfer-Besitzer waren unbegründet: Das Wetter hielt aus. Foto: Willi Brem  |  NOEN, Willi Brem

So oder so: Das ARBÖ-Käfertreffen in Eggenburg ist längst das größte seiner Art im gesamten Bundesgebiet. 500 VW-Käfer und artverwandte Fahrzeuge (Busse, Beetles, Buggys, Sondermodelle, …) kamen am 1. Mai zur bereits 26. Auflage dieses Spektakels. Die Beteiligung lag damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Besorgte Anrufe um 5 Uhr Früh

Die meisten ließen sich von der schlechten Prognose – von Westen war Regen angesagt – nicht den Mut nehmen.

„Einige Fans riefen sogar schon um 5 Uhr Früh an und erkundigten sich über die Wetterlage, da es zum Beispiel in Oberösterreich zu dieser Zeit regnete“, berichtet ARBÖ-Ortsklub-Obmann und Cheforganisator Emmerich Grath.

„Letztlich haben sich aber vermutlich ein paar Cabriofahrer abhalten lassen, nach Eggenburg zu kommen.“

Obergrafendorfer stellten stärkste Gruppe

Die Mutigen sollten Recht behalten. Den ganzen Tag über blieb es trocken. Auch viele Käferfreunde ohne eigenen „Kugelporsche“ reisten zum Kult-Treffen an.

Größter Club war jener aus Obergrafendorf, der mit 22 Käfern angefahren kam. Diese Gruppe bekam bei der Wertung auch den Wanderpokal zugesprochen. Der älteste Teilnehmer im Feld war Erich Gabler, ein 75-Jähriger aus Eisgarn im Waldviertel.

Tscheche hatte den längsten Weg 

Die weiteste Anreise unter den inländischen Teilnehmern hatte Andreas Putz aus Oberalm, Salzburg, auf sich genommen.

Aus dem Ausland stellte Jozef Badal aus Drzovice, (nahe Olmütz in Tschechien) diese Bestleistung auf. Beide wurden vom Organisationsteam rund um Grath mit Sonderpreisen bedacht.

Christian Konrad als Ehrengast dabei

 Als Ehrengast konnten die Verantwortlichen Justizminister Wolfgang Brandstetter mit Gattin Christine willkommen heißen.

Der Politiker, der selbst einen Käfer sein Eigen nennt und treuer Gast der 1. Mai-Veranstaltung in seiner Heimatstadt ist, brachte den Flüchtlingskoordinator (und ehemaligen Raiffeisen-Generalanwalt) Christian Konrad mit zur Veranstaltung.

Eine Begegnung mit Radiolegende Rosemarie Isopp musste die Gäste leider entbehren – sie liegt nach einem Sturz mit Rippenbrüchen im Spital.

Viele Helfer und Käfern Wohlgesinnte

Wie gut gesinnt die meisten Menschen in der Region dem Treffen sind, zeigte sich bei der obligaten Ausfahrt, die über 150 Teilnehmer nach Waitzendorf im Weinviertel führte. Sehr hilfreich zeigte sich einmal mehr die Polizei, die den Ablauf gut koordinierte.

Unfallfrei landete der gesamte Pulk bei der Europawarte am Zielort. Bei der dortigen Feuerwehr unter  Kommandant Herbert Schmalzbauer waren die Käfer-Piloten in besten Händen und wurden ausgiebig bewirtet. 

ARBÖ-Team war routiniert am Werk

Das Team des ARBÖ-Ortsklubs Eggenburg leistete ebenfalls wieder hervorragende Arbeit, und dank der Unterstützung der Straßenverwaltung sowie der Stadtgemeinde verlief das gesamte Treffen völlig reibungslos.

Wegen des auf den 1. Mai folgenden Werktags traten jedoch manche Teilnehmer die Heimreise früher als üblich an – allerdings mit besten Erfahrungen und vielen guten Erinnerungen. Obmann Grath ist zufrieden.

Aber fad wird ihm mit seinem Team sicher nicht: „Die Vorbereitungen für 2017 haben bereits begonnen. Wir sichten Adressenmaterial und wälzen Ausfahrtpläne.“