Erstellt am 23. Mai 2016, 10:52

von Martin Kalchhauser

Afrikanischer Funke sprang über. Afrikafest im Garten der Religionen fand in abendlichem Konzert ein fulminantes Finale.

 |  NOEN, Martin Kalchhauser
Für das Afrikafest der Altenburger Sängerknaben wurde der Garten der Religionen für einen Tag zum afrikanischen Markt. Produkte vom Schwarzen Kontinent wurden (unter anderem vom Weltladen Horn) ebenso angeboten wie typisch äthiopische Speisen, aber auch heimische Stärkungen, etwa Laberl mit köstlicher Schweinsbratenfülle von Slow Food Waldviertel oder Bratwürstel von der FF Altenburg.

Workshops für Tanz und Trommeln

In Workshops konnten sich die Gäste zeigen lassen, wie in Afrika getanzt wird. Das zeigte Futurelove Sibanda eindrücklich und mit großen Einsatz vor. Beim Trommelworkshop, an dem auch Bürgermeister Markus Reichenvater teilnahm, gab es unüberhörbare Fortschritte für die vielen Anfänger, die sich erstmals an den Rhythmusgeräten versuchen konnten.



Viele kamen auf den Geschmack. Organisatorisch hatten Maria und Ernst Kugler mit ihrem engagierten Team, allen voran den Helfern Margarete Jarmer (den ganzen Tag auch mit der Kamera unterwegs) und Karl Erdinger, ganze Arbeit geleistet.

Afrika-Reise 2015 wirkt lange nach

Dem Sängerknaben Arthur Zinsler war es vorbehalten, zu erzählen, wie es zum Fest gekommen war. Die Altenburger „Buben“ 2015 im Rahmen ihrer jährlichen Konzertreise Bischof Sabino Ocan Odoki in seiner Diözese Arua in Uganda besucht und von dort und aus dem benachbarten Südsudan unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause gebracht. Diese wurden nun mit dem Fest wieder aufgefrischt und mit den vielen interessierten Gästen geteilt. Natürlich stand der Gedanke der Hilfe für Afrika ebenfalls Pate für die Initiative.

Erlös hilft Projekten in Afrika

Davon, dass das Fest einen Besuch wert war, überzeugten sich unter anderem Bischof Sabino und Hannes Urban, der dort und im Südsudan mit seinem Verein „Helfen wir“ tätig ist. Den beiden, sozialen Aktivitäten des Bischofs und Urbans Schulbauprojekt, kommt der Erlös des Tages zugute.

In Anwesenheit vieler Sympathisanten und Unterstützer, etwa Altabt und Sängerknaben-Freund Bernhard Naber, statteten die Kuglers mit der Übergabe einiger der bunten Sängerknaben-Leibchen Dank an wichtige Förderer ab. Unter anderem wurden Bischof Sabino und Prior Michael Hüttl – in Vertretung des verhinderten Abtes Thomas Renner – „eingekleidet“.

Gemeinsame Lieder als Abschluss

Lisa Stern moderierte und stand gemeinsam mit ihrem Mann Eric Spitzer-Marlyn, Claudia Ulmer und Daniel Maurer als Formation „Marlyn & Stern“ auf der Bühne. Weitere Darbietungen steuerten das Duo Kenebonda – Yela Brodesser und Daniel Giordani aus St. Leonhard am Hornerwald – heizte mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten ein, ehe die Sängerknaben und schließlich der Afrikaner Vusa Mkhaya und seine Band (gemeinsam mit Futurelove Sibanda) dafür sorgten, dass es kein Halten mehr gab. Nach anfänglichem Zögern war da der Funke längst auf das Publikum übergesprungen.

Mitreißende musikalische Reise um die Welt

Mehr als eine Stunde wurde begeistert geschnippt, geklatscht, gestampft, gesungen und getanzt. Dass das Konzert– mit Musik aus Afrika, Amerika und Europa – zu einer großen Klangreise wurde, honorierten die rund 400 Gäste (!) im Schafhof-Stadel des Stiftes mit enormer Begeisterung. Am Ende des gemeinsamen Abschlusses mit sämtlichen Musikern auf der Bühne sangen auch alle im Publikum aus vollem Hals mit. So laut, dass auch der Löwe, der laut Text im Lied „The Lions Sleeps Tonight“ im Dschungel schläft, ganz sicher aufgewacht wäre …