Erstellt am 12. Mai 2016, 04:54

von Martin Kalchhauser

Alle fünf Igel gerettet. Stachelige Gesellen wurden aus ihremWinterquartier bei Familie Donner wieder in die Freiheit entlassen.

Leni und Rafael Donner mit den Tieren, die in ihrem Winterquartier zu kräftigen Kerlen herangewachsen sind. Jetzt dürfen sie wieder ihre Freiheit genießen. Foto: Ernst Weingartner  |  NOEN, Ernst Weingartner

NÖN-Leser erinnern sich vielleicht: Bei Familie Donner – den Eltern Nadja und Matthias sowie deren Kindern Leni und Rafael – fanden im Oktober des Vorjahres fünf elternlos aufgefundene kleine Igel ein Quartier für den Winter.

Nadja Donner machte sich im Internet schlau, wie sie die putzigen Tiere durchbringen könnte. Für einen Winterschlaf waren die Kleinen zu schwach – also durften sie im Keller der Familie bleiben und wurden umsorgt und gepflegt.

„Es war ein tränenreicher Abschied“

Jetzt kann das „Happy End“ der Geschichte vermeldet werden. Die Igel, die zwischen 700 und 900 Gramm auf die Waage bringen, konnten wieder in die Freiheit entlassen werden.

„Es war ein tränenreicher Abschied“, berichtet Nadja Donner im NÖN-Telefonat. „Es hat eh lange gedauert, bis wir es übers Herz gebracht haben, die Tiere freizulassen.“ Das Männchen und die vier Weibchen waren aber am Schluss schon einige Male aneinandergeraten. „Das ist verständlich. Igel sind ja Einzelgänger!“, erklärt Donner.

In einem Obstgarten in Straning wurden eigens kleine Häuschen gebaut, damit ihnen das „Auswildern“ nicht allzu schwer fallen würde. „Aber es ist alles gut gegangen. Von den Tieren ist mittlerweile nichts mehr zu sehen“, kann die „Igelmama“ nach mehreren Besuchen in Straning berichten.

Besonders schwer fiel der Abschied vom „blauen“ Weibchen (die Tiere waren, um sie auseinanderzukennen, mit Nagellack markiert), das verletzt Aufnahme gefunden hatte und Nadja Donner immer zugelaufen war. „Die wollte bis zuletzt immer mit mir kuscheln …“