Altenburg

Erstellt am 21. Juli 2016, 04:00

von NÖN Redaktion

Gesangs-Weltstar als Höhepunkt der Musikakademie. Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager führte erstmals eine Meisterklasse. Hochklassiger Liederabend der Absolventen kam gut an.

Beim Lieder- und Arienabend der Gesangsklasse Angelika Kirchschlager (l.) gefielen mit ihren von Pianistin Margit Fussi (sitzend) einfühlsam begleiteten Liedern Katharina Fulda, Ester Font-Bardolet, Ferdinand Kickinger, Svenja Gehrke, Yosefin Emilia Tirtowidjojo, Rita Becker, Petra Schullner und Yael Danler (v.l.).  |  Martin Kalchhauser

Der Arien- und Liederabend der Meisterklasse von Kammersängerin Angelika Kirchschlager am Freitagabend im Weißen Saal des Stifts Altenburg war sicher einer der diesjährigen Höhepunkte der Altenburger Musikakademie (AMA).

Die gefeierte Mezzosopranistin hatte heuer zum ersten Mal eine Meisterklasse übernommen und mit den Teilnehmerinnen und einem Teilnehmer eine Woche intensiv an Liedern und Arien gefeilt.

Die erste Hälfte war klassischen bis zeitgenössischen Liedern gewidmet – der Bogen spannte sich von Wolfgang Amadeus Mozart über Richard Strauß bis zu Hugo Wolf und zu einer Trilogie des „Jahresregenten“ Gottfried von Einem.

Margit Fussi als "Grande Dame der Liedbegleitung"

Robert Schumanns „Mit Myr then und Rosen“, gesungen von Ester Font-Bardolet, Schuberts „Erlkönig“, vorgetragen vom Eggenburger Tenor Ferdinand Kickinger, oder Alma Mahler Werfels „Die stille Stadt“, berührend dargeboten von Mezzosopranistin Katharina Fulda, waren Beispiele der abwechslungsreichen ersten Hälfte.

Der zweite Teil brachte deutsche, italienische und französische Opern- und Operettenarien, darunter einen Mozart-Block, aus dem Svenja Gehrke mit der Arie „Mi tradi quell’alma ingrata“ der Elvira aus Mozarts Don Giovanni in guter Erinnerung ist. Am Klavier begleitete die Sänger wie in den Vorjahren die „Grande Dame der Liedbegleitung“, Margit Fussi.

Den wohltuenden künstlerischen und persönlichen Einfluss Angelika Kirchschlagers auf die jungen Künstler konnte man anhand der künstlerischen Leistungen und der rundum angenehmen Stimmung dieses Abends sehr schön spüren.

Zum Schluss gab es noch eine spontane Zugabe, bei der die Kammersängerin gemeinsam mit ihren Studenten Franz Schuberts „Seligkeit“ zum Besten gab – zur großen Freude des Publikums, das sich mit langen Ovationen bedankte.