Erstellt am 04. November 2015, 05:47

von Martin Kalchhauser

Altenburg: Nachrichten mit Top-Speed. Altenburg zeigt vor, wie der Informationsfluss in der Gemeinde künftig über elektronische Medien laufen könnte. Flugblätter wird es aber auch weiter geben.

Neuigkeiten vonseiten der Gemeinde Altenburg können deren Bürgerinnen und Bürger ab sofort in Sekundenschnelle empfangen und am PC, Tablet oder Smartphone lesen. Die Initiative von Gemeinderat Dominik Trappl und seinem Bruder Christoph wird von Amtsleiter Markus Smeritschnig begrüßt.  |  NOEN, Martin Kalchhauser

In einer Pionierrolle agiert die Gemeinde Altenburg bei der Information ihrer Bürger. Um schneller und flexibler sein zu können, bietet man einen Informationsdienst via SMS und Newsletter.

Aus der Not wurde eine Tugend gemacht: Bei der Trinkwasser-Verunreinigung vor wenigen Wochen wurde wieder einmal bewusst, wie wichtig ein rascher Informationsfluss zum Bürger ist. „Da unser ältestes Format, der Postwurf, nicht mehr mit den neuen Medien mithalten kann, haben wir uns Gedanken gemacht“, erklärt Gemeinderat Dominik Trappl.

Neben der Homepage der Gemeinde bietet man den Bürgern Informationen über Newsletter (Mail), SMS und Facebook an. In seinem Bruder Christoph fand Trappel einen Umsetzer, der drei Tage Arbeit in die Sache investierte und sie zur „Serienreife“ brachte.

Für Gemeinde billig, für Nutzer sogar gratis

Vorteil: Die Kosten des Projekts waren für die Gemeinde dank des Engagements der jungen Helfer minimal, für die Nutzer entstehen überhaupt keine Kosten. Dominik Trappl: „Eine Anmeldung ist ganz einfach und kann per SMS oder Mail erfolgen.“ Ab sofort gibt es aktuelle Gemeinde-Infos, aber auch die Müllabfuhrtermine in Sekundenschnelle. Künftig wird es, wenn vom Empfänger gewünscht, auch noch eine laufende Information über Veranstaltungen („Natürlich auf die in unserer Gemeinde beschränkt!“) geben.

„Bei Zwischenfällen wie jüngst mit dem Trinkwasser, aber auch bei immer wieder vorkommenden Rohrbrüchen und ähnlichen Vorfällen ist die schnelle Verständigung sehr wertvoll“, freut sich Amtsleiter Markus Smeritschnig über die hilfreiche Neuerung. Zugleich verspricht er in Rücksichtnahme auf die ältere Bevölkerung, „dass es die Informationen der Gemeinde nach wie vor auch in gedruckter Form geben wird.“

„Wir freuen uns, den Gemeindebürgern mit den neuen Informationsformaten eine wesentliche Verbesserung unseres Informationsservices bieten zu können“, hofft Dominik Trappl, dass die Bewohner der vier Orte der Gemeinde auch Gebrauch davon machen. Die Gemeinde ist mit ihrem Angebot in einer Pionierrolle. Andere Kommunen des Bezirks werden die Entwicklung sicher mit Interesse mitverfolgen – und wer weiß, vielleicht gibt es ja schon bald Nachahmer?

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