Altenburg

Erstellt am 14. August 2016, 05:00

von Martin Kalchhauser

Sommeruniversität im Stift Altenburg. Dozenten und Studenten aus 16 Nationen sind für drei Wochen bei den Benediktinern zu Gast.

Besondere Gäste beim Sommerfest der christlich-islamischen Sommeruniversität im Stift Altenburg: Die ehemalige Höchstrichterin Nasira Iqbal aus Pakistan, Nahide Bozkurt von der Theologischen Fakultät der Universität Ankara (Türkei), Direktorin Irmgard Marboe, Ann-Elizabeth Mayer, Professorin in Pennsylvania (USA), Gastgeber Prior Pater Michael Hüttl und Landesrätin Barbara Schwarz (von links).  |  NOEN, Foto: Martin Kalchhauser

Bereits zum fünften Mal ist das Stift Altenburg heuer Gastgeber der Vienna International Christian Islamic Summer University (VICISU). Neben Studierenden und Lehrenden aus 16 Ländern nehmen heuer auch je zwei Flüchtlinge aus Horn und Berlin teil.

Beim Sommerfest begrüßte Prior Pater Michael neben Direktorin Irmgard Marboe, Landesrätin Barbara Schwarz und den Vize-Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Mohamed Bassam Kabbani, auch seine Mitbrüder, unter ihnen Altabt Christian Haidinger, in dessen Amtszeit die VICISU 2008 erstmals hier zu Gast war.

Alle tragen für den Dialog Verantwortung

Hüttl betonte, dass es in den verschiedenen Religionen verschiedene Namen und Bilder von Gott gebe. „Aber in einem sind wir einig: Gott ist unser Herr.“ Es gebe nur eine Welt und dementsprechend eine Verantwortung für einen Dialog. „Wer, wenn nicht wir, sollte diesen Dialog führen?“

Direktorin Irmgard Marboe war es vorbehalten, Dankesworte an die Gastgeber zu richten. „Wir sind seit 2008 nun zum fünften Mal hier – mit dem Stift gibt es eine tolle Kooperation.“ Sie erinnerte an den Beginn unter Abt Christian und merkte an: „Der Garten der Religionen ist das Symbol für die Offenheit dieses Klosters.“ Wissenschafts- und Außenministerium unterstützen die VICISU ebenfalls, und besonders freut Marboe, dass es für die Teilnahme fünf international anerkannte sogenannte ECTS-Punkte (die Studenten als Nachweis ihrer Arbeit sammeln müssen) gibt.

„Es ist schlecht, böse Dinge zu tun, aber ebenso, gute Dinge nicht zu tun“, meinte Barbara Schwarz und appellierte an die große Verantwortung jedes einzelnen. „Wir alle können einen Beitrag leisten, um die Welt ein wenig besser zu machen und Freundschaft zu leben.“