Erstellt am 03. November 2015, 06:57

von Thomas Weikertschläger

Alter Klang ist in Stiftskirche zurück. Ehemalige Totenglocke der Stiftskirche Altenburg aus dem Jahr 1934 wird im Frühjahr wieder im Glockenstuhl eingebaut.

 |  NOEN, zVg

Ein bereits seit vielen Jahren nicht ertönter Klang wird demnächst in Altenburg wieder zu hören sein. Denn die in Vergessenheit geratene ehemalige Totenglocke der Pfarrgemeinde, die Glocke der Heiligen Barbara, wird im Zuge des Umbaus der Glockenstube in der Stiftskirche, elektrifiziert und somit wieder in den Dienst der Pfarre gestellt.

„Die Glocke wurde bei Begehungen im Zuge der Planungsarbeiten für die Umgestaltung wieder entdeckt. Dabei haben wir auch bemerkt, dass die Glocke aus dem Jahr 1934 stammt und nicht, wie bisher angenommen wurde, aus 1932“, berichtet Abt Thomas Renner. Dass die Glocke eine Besonderheit ist, beweist die Tatsache, dass sie – im Gegensatz zu vielen anderen Glocken aus der Zwischenkriegszeit – die Glockenablieferungen in der Zeit des Zweiten Weltkrieges überstanden hat. Bei der Elektrifizierung des Geläuts wurde sie dann aber übersehen – jetzt kommt sie wieder zu den gebührenden Ehren.

Zur Besichtigung aufgestellt

Derzeit ist die Glocke in der Stiftskirche Kirche zur Besichtigung durch Interessierte aufgestellt. Im Frühjahr soll sie dann auf dem neuen Glockenstuhl eingebaut werden.

Die Gesamtkosten der Elektrifizierung der Totenglocke belaufen sich auf rund 4.400 Euro. Pfarrgemeinderat und Pfarrkirchenrat bitten dafür die Pfarrgemeinde um Spenden.

Im Zuge des Umbaus der Glockenstube werden zwei neue Glocken aufgenommen. Auch die wertvolle Glocke aus der Kremser Gießerei Prininiger aus dem 17. Jahrhundert wird restauriert. Ihr fehlt seit dem Absturz beim Kirchenbrand 1820 die Krone für eine ordentliche Aufhängung am Glockenjoch.