Horn

Erstellt am 06. August 2016, 05:58

von Rupert Kornell

Ausgezeichnete Noten für Horner Stephansheim. Wert hat sich von 1,87 auf 1,65 verbessert. An aufgezeigten Verbesserungsmöglichkeiten wird gearbeitet.

Hausleiterin Marion Wirth (Zweite von links) und Betreuer Martin Sandler vom Stephansheim unternehmen mit ihren „Schützlingen“ wie Ewald Deringer, Hilda Spann, Maria Wittmann und Hermine Dietrich (von rechts) immer wieder mit dem Auto Ausflüge in die nähere Umgebung. Eine wertvolle Stütze sind ihnen dabei die ehrenamtlichen Helfer, von denen es allerdings nie genug geben kann und die dringend gesucht werden.  Foto: Rupert Kornell  |  Rupert Kornell

Eine groß angelegte Befragung der Angehörigen, deren Verwandte im Stephansheim betreut werden, wurde im Februar gestartet – die NÖN berichtete. Nun liegt das durchaus erfreuliche Ergebnis vor.

Top: Zimmer-Gestaltung, Sauberkeit und Atmosphäre

Der Zufriedenheitswert hat sich gegenüber dem letzten Mal im Jahr 2012 noch einmal verbessert, und zwar um 14 Prozent von 1,87 auf 1,62, wobei die Bewertung nach dem Schulnotensystem auf einer Skala von eins bis sechs erfolgt ist. Für die korrekte Auswertung der anonym abgegebenen Fragebögen sorgte ein unabhängiges Marktforschungsinstitut.

Im Detail wurden die Gestaltung der Zimmer, die Sauberkeit und die Atmosphäre des Hauses sowie die Verwaltung besonders positiv bewertet. „Aber natürlich gibt es in einigen Bereichen Verbesserungspotenzial“, gibt Eliabeth Jirsa, als Geschäftsführerin im Haus der Barmherzigkeit für die Pflegeheime in Niederösterreich zuständig, zu. Vermehrtes Augenmerk soll daher künftig auf medizinisch-therapeutische Betreuung, Unterhaltung sowie Speisen und Getränke gelegt werden.

Bewohner-Parlament gibt die Wünsche weiter

„Wir haben ja ein von den Bewohnern gewähltes dreiköpfiges Parlament, das deren Wünsche an uns weiterleitet“, erzählt Jirsa auf NÖN-Anfrage, „denn wir wollen ja die Leute teilhaben lassen am Geschehen.“ Konkret wird etwa bei den Speisen, die hauseigene Diätologinnen immer wieder überarbeiten, den Vorschlägen der Bewohner – soweit möglich – Rechnung getragen.

Auch die Anregung, wieder mehr Ausflüge in die nähere Umgebung – zuletzt etwa nach Maria Dreieichen, Gallien oder in den Naturpark Geras – zu machen, sei aufgenommen worden. Jirsa: „Auch hier kommen die Ziele über den Bewohnerrat.“ Ausgebaut wurde auch der therapeutische Bereich mit neuen Geräten wie etwa einem Gehbalken. „Wir schauen uns noch genauer an, was benötigt wird“, verspricht sie.

Um auch die Angehörigen auf dem Laufenden zu halten, wurde ein Newsletter eingerichtet, um über Aktivitäten und Veranstaltungen zu informieren.

Insgesamt werden im Stephansheim 140 Bewohner in Hausgemeinschaften betreut. Dabei stehen den haupt- oft ehrenamtliche Mitarbeiter zur Seite. „Sie bereichern den Alltag unserer Bewohner und machen das Stephansheim zu dem, was es ist“, weiß Haus- und Pflegedienstleiterin Marion Wirth. „Wesentlich dafür ist allerdings, dass es uns gelingt, die Menschen für das Ehrenamt bei uns zu begeistern. Interessierte sind stets willkommen!“