Erstellt am 07. Februar 2016, 20:12

von Martin Kalchhauser

Auch Zuschauer in Feier-Laune. Faschings-Show der Singgemeinschaft Kühnring füllte Veranstaltungszentrum zweimal

Da ging es rund: Rollator-Tanz im Altersheim. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Großartig waren nicht nur die Darbietungen der Laiendarsteller beim Faschingsprogramm der Singgemeinschaft Kühnring. Auch die Stimmung im Team war von der ersten Minute an spürbar hervorragend – und am Ende des fast dreistündigen Programms schwappte dieses auch auf die Zuschauer über.

Sketches, Parodien und Playback-Hits

Wie jedes Jahr warteten die Darsteller bei ihrem Faschings-Highlight an beiden Abenden mit witzigen Sketches auf, nahmen allzu „Menschliches“ aufs Korn und parodierten Stars der Musikszene. Obfrau Theresia Frassl durfte sich mit ihrem großen Team mit Vertretern aller Altersklassen über ein volles Haus an beiden Abenden freuen. Moderator Herbert „Jolly“ Lang führte als unaufdringlicher, aber aufmerksamer Moderator durch den Abend und hatte für die Umbaupausen immer den passenden Witz auf Lager.

Christine Stürmer-Hits live gesungen

Bei den von Techniker Helmut Kernstock eingespielten Playback-Nummern war etwa Thomas Gottwald als etwas „füllige“ Conchita Wurst einfach „unstoppable“, sang Sarah Barth als Beatrice Egli „Irgendwann“ und wunderte sich Erich Ploderwaschl als Lead-Sänger der Zillertaler Schürzenjäger über den „Jodelautomaten“. Eines der Glanzstücke des Abends war aber sicher Lisa-Marie Schmögers Auftritt als Christine Stürmer. Sie gab die beiden Hits „Millionen Sterne“ und „Ich lebe“ wirklich live. Dafür musste sie anschließend sogar Autogramme geben.

Seniorenheim-Tanz mit den Rollmobilen

Dass es im Altersheim lustig zugeht, zeigte eine bunte Damengruppe beim „Rollator-Tanz“ mit ihren Rollmobilen. Bayrisch für Anfänger übersetzte Marianna Nödl anhand einer Gasthaus-Szene mit Monika Winkelhofer, Lisa-Marie Schmöger und Leo Schmöger, und eine besonders originelle Verkleidung präsentierten vier als „Bauchpfeifen“ verkleidete Männer – mit ihren als Gesichter geschminkten Bäuchen unter den in übergroßen Zylinderhüten versteckten Oberkörpern boten sie einen skurrilen Anblick. Köstlich waren auch einige der Antworten der ungezogenen Schüler Michaela Wohnudek, Theresia Frassl, Eva Bischl und Rosi Zach, die ihre Lehrerinnen Michaela Barth und Paula Fuchs beinahe auf die Palme brachten.

Jolinde und Franzele als Fixpunkt im Programm

Ein längerer Dialog zwischen den Schülern Jolinde (hier wechselte Herbert „Jolly“ Lang auf die Bühne) und Franzele (Franz Wachter) auf ihren überdimensionalen Sesseln waren der Schlusspunkt der Sketches, bei denen sich vorher schon Anni Schoppik und Gerhard Reymund als altes Ehepaar, Michaela Wohnudek als Bauer, der aus einem Trio (Edith Barth, Hermi Falk, Annemarie Reindl) eine Frau wählen soll, sowie Beatrix und Leo Schmöger als Zufallsbekanntschaft, die am Bahnhof ins Gespräch kommt, ausgezeichnet hatten.

Tanz vor der Bühne, Polonaise durch den Saal

Am Ende war die Stimmung am Kochen. Es gab nur lachende Gesichter, und spontan formte sich eine Menschenschlange zur „Polonaise“ durch den Saal. Auch zahlreiche tanzende Paare eroberten den Raum vor der Bühne. Zum Hit „Ham kummst“ von Sailer & Speer empfahl sich Ernst „Bodo“ Bartoschek für eine Aufnahme ins Programm des kommenden Jahres. Alles in allem: eine gute Empfehlung für eine Neuauflage im Fasching 2017!