Erstellt am 25. November 2015, 17:58

von Robert Schmutz

Auzinger und Balzereit sorgten für traumhafte Klänge. Die Sopranistin Anna Magdalena Auzinger und die Harfenistin Charlotte Balzereit begeisterten bei „Geras klingt“.

Abt Michael Proházka (r.) dankte den Musikerinnen Charlotte Balzereit und Anna Magdalena Auzinger (v.l.) für ihr Engagement beim Benefizkonzert der Rotarier. Foto: Robert Schmutz  |  NOEN, Robert Schmutz

Ein besonderes Konzert der Reihe „Geras klingt“ schloss im Marmorsaal des Stiftes das Jahresprogramm.

Unter dem Motto „Es träumte mir …“ sang die Sopranistin Anna Magdalena Auzinger mit Harfenbegleitung von Charlotte Balzereit Lieder – in der Zeit zwischen 1828 und 1900 komponiert – von bekannten Komponisten wie Robert Schumann, Hugo Wolf, Johannes Brahms, Franz Schubert und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Träumerische Abendstimmung durch Harfenstücke

Zu den meist sehnsuchtsvollen, mit Traurigkeit und Leid gespickten Melodien und Texten trugen die Harfenstücke „L`Eternel reveur“ von Marcel Tournier und das „Impromtu caprice für Harfe, op. 9“ von Gabriel Pierne einen wesentlichen Teil zur träumerischen Abendstimmung bei. Besonders das „Impromtu“ war exzellent und begeisterte das Publikum zu frenetischem Applaus.

Nicht umsonst zählt dieses Werk zu den virtuosesten Kompositionen des französischen Harfenrepertoires der Jahrhundertwende und Charlotte Balzereit, die den Aufbau und die Funktion der Harfe bestens erklärte, zu den renommiertesten Harfenistinnen der Gegenwart. Liest man die Liste der Spielorte und ihrer gewonnenen Preise, kann man nachlesen, wo Anna Magdalena Auzinger schon überall gesungen hat.

Erlös von 1.800 Euro an Flüchtlinge aus Syrien

Und wenn man dann sogar ihre gemeinsamen Interpreta tionen genießen kann, so ist es umso erfreulicher, dass sie in Geras ohne Gage für einen guten Zweck aufgetreten sind. Schon alleine die Zugabe „Guten Abend, gute Nacht“, vorher „Leise klingen meine Lieder“ aus dem Schwanengesang von Franz Schubert oder „Da unten im Tale“ von Johannes Brahms sind es wert gewesen, das Konzert zu hören.

So hat der Abend die doppelt gesteckten Ziele erreicht: Er war ein Kunstgenuss und hat überdies unterstützendes Geld für die Syrienflüchtlinge in der Gemeinde Geras in der Höhe von 1.800 Euro eingebracht.