Erstellt am 08. Juni 2016, 08:50

von Martin Kalchhauser

Berechenbarer Sport: Heiterer EURO-Auftakt. Fußball nach Gesetzen der Mathematik und Physik? HAK-Direktor Peter Hofbauer erklärt in der Arena Zusammenhänge.

Wie man Fußball »berechnen« kann, zeigt der Horner HAK-Direktor Peter Hofbauer zum Auftakt des Public Viewing in der Arena Horn vor dem ersten EM-Spiel (Frankreich gegen Rumänien) am Freitag, 10. Juni, vor. Seine (nicht alle todernst gemeinten) Ausführungen kann man an diesem Tag um 19 Uhr verfolgen. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser
Eine Mathematik-Tagung in Deutschland, in der es auch um Fußball ging, brachte den Horner Peter Hofbauer (44) auf die Idee: Er trug Forschungsergebnisse aus der Mathematik und der Physik im Hinblick auf den Fußballsport zusammen und entdeckte ungeahnte Zusammenhänge.

„Mischung aus Kabarett und Wissenschaft“

Zum Auftakt des Public Viewing in der Arena Horn wird der Horner HAK-Direktor unter dem Titel „Wurzel aus Fußball = Mathematik mal Physik. Warum Schiedsrichter keine Ahnung vom Spiel haben, wenig Tore wichtig sind und schlechte Elferschützen den Sieg retten können“ am Freitag (10.6.), 19 Uhr, dort über Gesetzmäßigkeiten im Kampf um das runde Leder sprechen.

Eine „Mischung aus Kabarett und Wissenschaft, garniert mit Szenen aus Spielen“ erwartet die Gäste. „Meine Zuhörer werden danach jedes Spiel mit anderen Augen sehen.“

Unglaublich, was alles berechnet werden kann

Es ist tatsächlich unglaublich, was Sportwissenschafter an Universitäten und Fachleute großer Vereine alles berechnen können.

Hofbauer wird unter anderem ausführen, warum uns auch Torkameras nicht vor Fehlentscheidungen retten können, warum es heute mehr Kurzpassspiel gibt als früher und wie viele Leute am Spielfeld die optimale Zahl wären. „Man kann sich sogar ausrechnen, ab welcher Zeit es besser ist, bei einem gegnerischen Angriff die ,Notbremse‘ zu ziehen und einen Ausschluss zu riskieren als ein spielentscheidendes Tor!“

Spannend wird wohl auch, wenn Hofbauer das Ergebnis seiner Berechnung bekannt geben wird, wer Europameister wird. „Ich plane eine Prognose, in die unter anderem der Verlauf der Qualifikationsphase, Spielstatistiken und Spieler-Preise einfließen – wie dies auch bei Wettbüros passiert.“ Wer sein Favorit ist, verrät er am 10. 6. „Eines kann ich sagen: Österreich wird es eher nicht.“

Eine interessante Betrachtung des Schul-Chefs sei noch erwähnt: „Die Spannung beim Fußballsport lebt davon, dass wenige Tore fallen. Es ist kein fairer Sport. Wer faire Sportarten sucht, muss einen 100-Meter-Lauf oder Diskus-Werfen beobachten. Da ist Qualität objektiv messbar. Wenn ein Fußballmatch verloren geht, heißt das nicht unbedingt, dass die andere Mannschaft besser war.“