Erstellt am 06. April 2016, 05:04

von Rupert Kornell

„Hauskauf ist vernünftig!“. Stadtgemeinde erwirbt Haus „Rathausplatz 1“ von der Sparkasse Horn.

Das Gebäude »Rathausplatz 1«, in dem die Volkshochschule der Stadt Horn und die W. A. Mozart Musikschule untergebracht sind, wechselt um 536.000 Euro den Besitzer. Die beiden Vorstandsdirektoren Helmut Scheidl (links) und Franz Kurzreiter übergaben das im Besitz der Sparkasse befindliche Haus an die Stadtgemeinde, vertreten durch Bürgermeister Jürgen Maier und Finanzstadtrat Gregor Seidl (von rechts). Foto: Stadtgemeinde Horn/Edith Gruber  |  NOEN, Stadtgemeinde Horn/Edith Gruber
„Es ist rein wirtschaftlich gesehen angebracht, dem Antrag zuzustimmen“, warb Finanz-Stadtrat Gregor Seidl bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag der Vorwoche um Befürwortung des Antrags, das im Besitz der Sparkasse Horn-Ravelsbach-Kirchberg AG gehörende Gebäude Rathausplatz 1 anzukaufen, in dem die Musik- und die Volkshochschule untergebracht sind.

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Als Hauptgrund führt er ins Treffen, dass statt der bisherigen Kosten von 45.000 Euro pro Jahr danach für die Finanzierung mittels eines Darlehens nur mehr 32.600 Euro anfallen.

Der Kaufpreis wurde mit 536.000 Euro festgelegt, wegen weiterer Kosten wurde ein Darlehen im Umfang von 590.000 Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren aufgenommen, zahlbar in Halbjahresraten, beginnend ab 31. März 2017.

Unter vier Angeboten war das der Raiffeisenbank Waldviertel Mitte das günstigste, außerdem gewährt das Land Niederösterreich einen Zinsenzuschuss.

„Wir verkaufen kein Familiensilber. Der
Verkauf ist eine Win-win-Situation.“
Franz Kurzreiter, Vorstandsdirektor
Sparkasse Horn


„Auch Bürgermeister Jürgen Maier machte sich für den Kauf stark: „Ein Ankauf ist komplett vernünftig: Erstens zahlen wir künftig um 12.400 Euro weniger, zweitens begründen wir Eigentum, drittens können wir eine Verbindung zu dem im Vorjahr erworbenen EVN-Haus im Stadtgraben an der Rückseite des Hauses Rathausplatz herstellen – und wir können etwa bezüglich Barrierefreiheit unsere Vorstellungen verwirklichen, ohne einen Hausbesitzer deswegen fragen zu müssen.“

„Das ist kein Verkauf von Familiensilber“, versichert Franz Kurzreiter, einer der beiden Vorstandsdirektoren der Sparkasse, „sondern wir haben einem diesbezüglichen Wunsch der Stadtgemeinde Horn entsprochen.“ Für diese mache es wirtschaftlich Sinn, das Haus zu erwerben und barrierefrei umzugestalten, weil man ja dann in eigenes Vermögen investiere. „Somit ist es eine Win-win-Situation.“