Erstellt am 23. Februar 2016, 03:44

von Martin Kalchhauser

Betreuungszentrum für Schwerbehinderte vor Startschuss. Das Betreuungszentrum für Schwerbehinderte wird Realität. Die Pläne liegen vor, die Ausschreibungen laufen: Es ist nur mehr eine Frage von Wochen, bis die Bagger rollen.

Riesengroße Vorfreude auf das Horner Projekt: Maria Nagl und Christa Daniel vom Verein »Ich bin Ich« sowie Hedwig Zsivkovits und Daniela Yvon von der Gesellschaft für ganzheitliche Förderung (GFGF, von links) präsentieren die Pläne für das neue Betreuungszentrum.  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Es war logisch, dass ein Thema die gesamte Generalversammlung des Vereines „Ich bin Ich“ dominierte: Das Betreuungszentrum für Schwerbehinderte an der Ecke Zwettlerstraße/Lazarethgasse, bei dem der Baubeginn bevorsteht.

Fast 50 Gäste der Versammlung in der Sonderschule nützten die Gelegenheit, mit den Verantwortlichen der künftigen Betreibergesellschaft GFGF (Gesellschaft für ganzheitliche Förderung) ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und in die Pläne Einsicht zu nehmen.

„Wir fangen heuer noch zu bauen an und können es kaum erwarten“, gab Obfrau Daniel ihrer großen Freude Ausdruck. Der Kremser Baumeister Günther Werner plant das Haus. Derzeit sind die Ausschreibungen für das 1,2 Millionen teure Projekt im Laufen. Im April sollten die Bagger rollen. Realistisch ist mit Februar 2017 als Einzugstermin zu rechnen. Zusätzlich zum Haus wird es auch einen Therapiegarten geben.

Zentrum ist schon vor Baubeginn ausgelastet

GFGF-Geschäftsführerin Hedwig Zsivkovits stellte ihren Verein, der auch Zentren in Krems und Grainbrunn betreibt, vor. „Die Geschichte in Horn ist auch für uns schon eine lange“, meinte sie und erinnerte daran, dass vor ein paar Jahren wegen anderer Projekte nicht zusagen konnte. Nun stehe mit Daniela Yvon eine Mitarbeiterin zur Verfügung, die neben Krems künftig auch Horn leiten werde. Statt der Betreuung von 20 Schwerstbehinderten werde man 15 schwerst und fünf weniger stark Behinderte aufnehmen. Elf Betreuer werden sich um die Klienten kümmern.

Um die Auslastung braucht man sich keine Sorgen machen. Zsivkovits: „Wir sind jetzt schon voll. Macht bitte keine Werbung mehr!“ Yvon, die ebenfalls bei der Versammlung anwesend war: „Ich freue mich schon auf die Arbeit in Horn. Mit 15 + 5 haben wir hier sicher eine sehr positive Mischung.“

Im Zuge des Abends berichtete Obfrau Daniel über eine Vielzahl an Aktivitäten, die von „Ich bin Ich“ unterstützt werden, darunter die Arbeit im Caritasheim, das therapeutische Reiten für Behinderte in Neubau, einen Trommelworkshop und Integratiosmaßnahmen in Kindergärten und Schulen.

Einen tollen Kassabericht legte Andrea Schmidt vor. Obwohl schon die ersten 100.000 Euro für das neue Zentrum geflossen sind, liegen beim Verein, auch dank vieler großzügiger Spender, aktuell 482.000 Euro auf der „hohen Kante“.