Horn

Erstellt am 31. Januar 2018, 06:02

von NÖN Redaktion

SPÖ: Wiesingers Zukunft nach der Landtagswahl ist offen. Weitere Arbeit ungewiss: Nach anfänglicher Freude über das kleine Plus zeigt sich bei SPÖ-Chef Josef Wiesinger Unzufriedenheit. Ist der Bezirksvorsitzende amtsmüde?

Josef Wiesinger (Mitte) mit seinen Mitstreitern Ernst Gabriel und Gabriele Weber am Wahltag: Die erste Freude über den kleinen Gewinn verflog rasch.  |  Thomas Weikertschläger

Mit einem Mini-Plus von 0,18 Prozent gehört auch die SPÖ im Bezirk Horn zu den Gewinnern der Wahl. Allerdings wurde in genau der Hälfte der 20 Gemeinden des Bezirks ein Minus eingefahren. Am schlimmsten erwischte es die SPÖ in Langau mit -6,71 Prozent, auch in Geras (-4,05) und Röschitz (-2,38) gab es deutliche Verluste. Die größten Zugewinne konnten die Genossen in Altenburg erzielen (+5,05).

Landtag verpasst: „Die Hoffnung ist weg“

Wiesinger am Sonntag nach der ersten Hochrechnung zum Team: „Es tut gut, nach den vielen Wahlen mit Verlusten wieder ein Plus vor dem Ergebnis zu sehen. Der Dank dafür gehört den Funktionären, bei denen wieder mehr Engagement zu spüren war als zuletzt.“

Einen Tag später hört sich die Bilanz anders an: „Wir hatten zwei große Wahlziele: das Brechen der Absoluten der ÖVP und stärker zu werden. Da ist uns ein bisschen was geglückt.“ Leider werde es in NÖ nun so bleiben, wie es ist. „Das ,Miteinander‘ der ÖVP war nur ein Wahlthema.“

Das kleine Plus im Bezirk sei vielleicht ein gutes Zeichen, „das Ziel, nichts zu verlieren“ sei erreicht worden. Dennoch hört sich Wiesinger alles andere als glücklich an: „Mit dem Waldviertel-Ergebnis bin ich überhaupt nicht zufrieden!“ In der SPÖ-Riege im Landtag sei die Region voraussichtlich nicht vertreten. „Die Hoffnung ist weg“, kommentiert er den Umstand, dass er nicht in den Landtag einziehen wird.

Vorerst wolle er abwarten, bis alle Details bekannt seien. Am Dienstagabend (nach Redaktionsschluss, Anm.) gebe es einen Landesparteivorstand, danach sei ein Resümee zu erwarten.

Auch darüber, wie es für ihn nun persönlich weitergehe im Bezirk, gibt es vom Sozialdemokraten keine Antwort. Ob und wie er weiterarbeiten werde, sei offen, frühestens Mittwoch oder Donnerstag eine Entscheidung zu erwarten. „Da muss man vieles in Summe sehen!“, gibt er sich kryptisch. Muss sich die SPÖ am Ende gar um einen neuen Vorsitzenden umsehen?

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