Erstellt am 29. Januar 2018, 18:14

von Martin Kalchhauser

Unglaublich: 9.356 Stimmen für Jürgen Maier!. Mandat für den Bezirk Horn ist dank sensationellen Ergebnisses fix. Horner Bürgermeister bleibt im Landtag.

Horns Spitzenkandidat bei der Landtagswahl, Jürgen Maier (Mitte), konnte sich auf sein Team verlassen. Die Kandidaten liefen „alle für einen“ und steuerten ihren Teil zum sensationellen Vorzugsstimmenergebnis bei.  |  ÖVP

Jürgen Maier ist unangefochtener Vorzugsstimmenkaiser. Das ist das Ergebnis der Auswertung der Vorzugsstimmen am Tag nach der Wahl. 9.356 Wählerinnen und Wähler bekundeten am 28. Jänner, dass sie den Verbleib des Mandatars im NÖ Landtag wünschen.

Viele können Ergebnis gar nicht glauben

Selbst viele Funktionäre, zu denen die Nachricht am frühen Abend des 29. Jänner durchsickerte, konnten es nicht glauben. Der total auf den Spitzenkandidaten zugeschnittene Wahlkampf hat sich gelohnt.

„Alle für einen“ war das Motto der 15-köpfigen Kandidatenschar, von denen einige bewusst auf die Verteilung persönlichen Werbematerials zugunsten des bereits seit 15 Jahren als Mandatar in St. Pölten tätigen Maier verzichteten.

Gute Chancen, aber Platz 1 war nicht fix

Bei der Verteilung der Mandate aus dem „Landestopf“ hat der Horner damit die Nase klar voran. Wie berichtet, sollten aus den Bezirken Gmünd, Horn, Lilienfeld, Scheibbs und Waidhofen/Thaya jene beiden Kandidaten einen Landtagssitz bekommen, die den höchsten Anteil an Vorzugsstimmen gegenüber der Summe der abgegebenen Stimmen einfahren konnten.

Maier hatte sich von Beginn an gute Chancen ausrechnen können. Doch für Spannung war gesorgt. Und der erste Platz beim Kampf ums „Leiberl“ war nicht fix.

44,6 % aller Wähler im Bezirk für Maier

Jetzt steht fest: 9.356-mal „Vorzug“ bedeutet im Bezirk Horn 44.62 % der abgegebenen Stimmen, und damit ist Jürgen Maier klar voran.  Auf Platz 2 folgt der Scheibbser Anton Erber (8.273, 32,87 %), auf Rang drei die Gmünder Bezirkskandidatin Margit Göll (6.223, 26,56 %).

Falls es wegen des guten Ergebnisses für die ÖVP ein drittes Mandat zu verteilen gibt, könnte auch sie in den Landtag einziehen. Aussichtslos scheint die Situation für Karl Bader (Bezirk Lilienfeld, 3.905, 24,63 %) und Eduard Köck (Bezirk Waidhofen, 2.590, 15,02 %).

Ludwig Scherlitzko fuhr ebenfalls Erfolg ein

Ein weiterer Horner Landespolitiker, der Landesrat für Finanzen und Straßenbau, Ludwig Schleritzko, konnte bei seinem erstmaligen Antreten bei einer Wahl ebenfalls einen beachtlichen Erfolg einfahren.

Der Name des aus Mödring bei Horn stammenden Kandidaten wurde im Bezirk Horn von 3.057 Wählern angekreuzt. Dem Vernehmen nach kombinierten viele ihre Kreuzerl bei Maier (Wahlkreisliste) und Schleritzko (Landesliste).

Umfrage beendet

  • Sind die Vertreter im Landtag wichtig für den Bezirk?